Der Entwurf von Park und Kindergarten ging beim Gesamtwettbewerb zum Gebirgsjägerplatz 1993 als Siegerprojekt hervor. Sie wurden jedoch, im Schatten des Wohnbaus, erst später realisiert. Der Kindergarten hebt sich mit seinem Obergeschoß, das über spannende Rampen, Rutschen und Treppen mit dem Terrain verbunden ist, wie eine scheinbar beweglich gelagerte Schachtel über das Sockelgeschoß. Dass die Architekten die Erfahrungen ihrer Kindheit präsent haben oder aus dem Leben mit ihren eigenen Kindern schöpfen können, ist an vielen Details spürbar.
Auf einem in dieser Gegend typischen Einfamilienhaus-Grundstück entstand vollflächig eine als Außen- und Innenraum begeh- und bespielbare Skulptur, die Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ernst nimmt. Durch die Komplexität der räumlichen Durchbildung ist dieses Bauwerk in Plänen und Fotos nicht zu vermitteln, man muss es gesehen und erlebt haben.
Das Projekt ging 2004 aus einem österreichweiten, kombinierten Architekten- und Bauträgerwettbewerb als Sieger hervor. Der Neubau hebt sich äußerlich vom bestehenden Altenheim, einer ehemaligen Kaserne aus der K.u.K.-Zeit deutlich ab und signalisiert auch darin einen essentiellen Wandel in der Auffassung der Betreuung von älteren und dementen Menschen. Das Innenleben des Hauses erinnert an ein Hotel mit vielfältigen Ausblicken in den Landschaftsraum von Schloss Freisaal. Offene Pflegestützpunkte, helle Wohnzimmer und stimmungsvolle Loungen mit abendlichem Kaminfeuer schaffen ein heiteres Ambiente, das Bewohner, Mitarbeiter und Besucher von der oft schwierigen Pflegesituation ablenken soll.
Städtebaulich lag die Herausforderung darin, sich einerseits zwischen der ehemaligen Kaserne und der Naturwissenschaftlichen Fakultät einzufügen und sich andererseits zwischen den beiden mächtigen Bau zu behaupten. Das Haus entstand in zwei Etappen. Der westliche mit zentralem Atrium und grünen Fassaden wurde 2007, der jüngere, in Teilbereichen 4-geschoßige Trakt mit braunen Fassadenelementen 2015 fertiggestellt.(IAS)
Hinter der konkav einschwingenden Straßenfassade öffnet sich der Kindergarten zum Grünraum, in den drei Gebäudetrakte fingerartig vordringen. Zwischen diesen Gruppenraum-Holzboxen und den beiden Bewegungsräumen – einer davon ist rotundenartig ausgebildet – vermittelt fließend die zentrale Halle. Räumliche Vielfalt verbindet sich hier mit unterschiedlichen Materialien und Oberflächenstrukturen, z. B. Lärchenholz mit Kupferdächern, Beton mit Zinkblech. Die Kinder werden so in ihrem Alltag mit bewusster Wahrnehmung und Raumerfahrung konfrontiert. (IAS)
Der aus Holz errichtete Bau besteht aus zwei Teilen, zwischen denen sich die über beide Geschoße offene Halle aufspannt. Großzügig verglast sind die Gruppenräume im geschwungenen Baukörper, der sich zur Sonne und zum Grünraum orientiert. Sie werden durch den orthogonalen Bauteil, der die Nebenräume beinhaltet, zur Wohnbebauung im Osten abgeschirmt. Das abwechslungsreiche und freundlich gestaltete Raumangebot für die Kinder wird auch durch unterschiedliche Raumhöhen und Niveausprünge erzeugt.
Die Schulen, die in der ehemaligen Trabantensiedlung Taxham errichtet wurden, liegen versteckt und damit auch von Lärm geschützt, im Innern des Siedlungsgebiets. Die Architekten packten die Erweiterung in Form einer Holzkonstruktion als Aufbau auf die bestehende Turnhalle. Die gewählte Formensprache und der innenräumliche Duktus waren für Salzburg revolutionär. Den Kindern und Jugendlichen werden durch das räumliche Angebot völlig neue, und von Gruppe zu Gruppe gänzlich unterschiedliche Erlebniswelten geboten.
Eingebettet in ein städtisches Umfeld aus Universität, Alleebäumen und Eschenbach ist ein Haus für Senioren mit 39 Wohneinheiten entstanden. Der bestehende Lindenbaum bildet dabei den gestalterischen Mittelpunkt der Anlage. Alle Appartements (15 Zwei- und 24 Einzimmerwohnungen) sind barrierefrei, rollstuhlgerecht und pflegetauglich.
Die großzügigen Innen- und Außenräume sind qualitativ hochwertig gestaltet und ausgeführt. Das Haus ist in Passivbauweise errichtet und sowohl ökologisch als auch hinsichtlich der Betriebskosten optimiert.
(IAS)
Architektur: kadawittfeldarchitektur (2009-2014)
BauherrIn: ÖBB-Infrastruktur AG
Es gibt ein Wiener Cafe namens "Johann" direkt im alten Bahnhofsgebäude.
Die Verbindung des historischen Bestandes mit zeitgenössischer Architektur macht den neuen Salzburger Hauptbahnhof zu einem einzigartigen Erlebnis. Die restaurierte Jugendstil-Empfangshalle von 1909 ist ein denkmalpflegerisches Glanzlicht. Mit der neuen Passage, als neues zentrales Erschließungselement entsteht überdiese eine barrierefrei Verbindung zum Stadtteil Schallmoos, wo mit einer Kiss & Ride-Zone ein zweiter, attraktiver Zugang zum Bahnhof entsteht.
Markant sind die den Gleisen folgenden, geschwungenen Bahnsteigdächer, die sich an die behutsam sanierten historischen Bahnsteighallen schiegen. Zusammen bilden sie eine geschlossene Dachfläche über den Gleisen.(IAS)