Die Bebauung des ehemaligen Postareals an der Nordflanke des Bahnhofsvorplatzes schloss eine der offenen Wunden in der Stadt Salzburg. Gezielt gesetzte Hochpunkte – als Gegengewicht zum Hotel Europa an der Südseite des Platzes und den benachbarten „Zyla-Türmen“ – und niedrigere Baukörper bilden ein Ensemble autonomer Objekte: Das zweigeschoßige Einkaufszentrum mit aufgesetztem Hotelbaukörper bildet den Abschluss Richtung Bahnhofsvorplatz. Dahinter ragt der 46 m hohe Glasturm der Gebietskrankenkasse auf. Gegen Osten entlang der Eisenbahn liegen ein Bürogebäude sowie ein sechsgeschoßiger Wohnbau. Während sich die Wohnungen ausschließlich zum Park orientieren, dient die der Bahn zugewandte Ostseite als Pufferzone, mit Laubengängen und bunten, containerartigen Boxen. Sie enthalten den Wohnungen zugeordnete Nebenräume. Das zwischen Wohnbau und GKK ansteigende Gelände wurde nach Plänen von Auböck & Kárász gestaltet. (IAS)
Gegenüber befindet sich das ARGE-Kulturgelände mit Beisl und Gastgarten. Mo-Fr 9.00-01.00 Uhr Samstag ab 15.00 Uhr
Das Sportzentrum Mitte ist ein Herzstück in der Neugestaltung des Nonntals im Übergang von der Altstadt zum Landschaftsraum Freisaal. Möglich wurde diese großzügige Lösung, zu der die neue kultur- und geisteswissenschaftliche Fakultät und die ARGE Nonntal zählen, durch ein Grundstücks-Revirement. Die Planung des Sportzentrums mit der Turnhalle für die Sport-Union sowie Fußballplatz samt Tribünen des SAK erfolgte nach EU-weitem Wettbewerb durch den Schweizer Andreas Senn. Die Fassaden des hermetischen Blocks der Halle, bestehen aus hellen Betontafeln. Die Belichtung erfolgt über hohe Band- bzw. Dachflächenfenster. „Für 1.500 Schüler/Studenten und über 3.500 SportlerInnen aus 20 Vereinen in allen Altersgruppen entstand so ein echtes Dorado in Bestlage.“ Otto Kapfinger (IAS)
Architektur: Harry Dobrzanski, Hannes Krauss (2005-2006)
BauherrIn: Stadt Salzburg, BMNT, Land Salzburg
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen laden bereits zum Verweilen auf den Holzplattformen ein!
Die Stadtgemeinde entwickelte für den Elisabethkai ein alternatives Konzept, das den geforderten Hochwasserschutz mit einer durchdachten Gestaltung des öffentlichen Raums verbindet. Die bis zu 80 cm hohen Schutzwände sind immer wieder unterbrochen, werden zwischen dem alten Baumbestand am Kai vor- und zurückspringend geführt, sodass eine harte Uferkante vermieden wurde. Die charakteristische, landschaftliche Anmutung des Flussraums, der sich als grünes Band durch die Stadt zieht, konnte so erhalten werden. (IAS)
Architektur: Franz Fonatsch, Otto Prossinger, Martin Windisch, Kaschl - Mühlfellner Architekten (1993)
BauherrIn: Republik Österreich
Zugänglichkeit: öffentlich
Erreichbarkeit: Fußgängerzone Altstadt Salzburg
Besichtigen Sie in die Innenhöfe!
Einer der Kernbereiche der Altstadtuniversität sind die drei Kapitelhäuser entlang der gleichnamigen Gasse, die die städtebaulichen Intentionen Wolf Dietrichs bewahrt. Aufbauend auf den ersten Initiativprojekten (Prossinger 1978) wurden die Renaissancepalais´ über einen in sich dynamischen, fast zwei Jahrzehnte währenden Planungs- und Bauprozess für teils repräsentative Zwecke der Universität (u.a. Rektorat) adaptiert. Insgesamt haben drei Architekturbüros (Prossinger/Windisch, Kapitelgasse 4), Fonatsch (Firmian-Salm-Haus) sowie Kaschl/Mühlfellner (ehem. Domdechantei, Kaigasse 12) zur Umsetzung dieses zentralen Bausteins der Altstadtuni beigetragen. Dem kunsthistorischen Rang der Gebäude entsprechend, wurden moderne Elemente nur sehr zurückhaltend, etwa beim Zugang für den neu geschaffenen unterirdischen Hörsaal (im Hof Kapitelgasse 4) oder bei der Bibliothek im Firmian-Salm-H. eingesetzt. (IAS)
Beim Sanierungsprojekt der Wohnanlage wurden durch Umbau und Aufstockung die Wohnungsanzahl von 75 auf 99 erhöht. Das architektonische Konzept stellt die konsequente Ablesbarkeit des Altbestandes in den Vordergrund und arbeitet hierbei mit Verzahnungen von Alt und Neu, fast ohne den bestehenden Footprint der Anlage zu verändern. Übergeordnetes Ziel der umfassenden Sanierung ist es, die CO2-Belastung der Wohnanlage durch die Umsetzung einer Vielzahl von Nachhaltigkeitskonzepten zu reduzieren. Dies sind die ökologische Materialwahl, ein innovatives Mobilitätskonzept, eine großzügige Fahrradgarage, eine Energiegewinnung über Abwassernutzung und ein sozialwissenschaftlich begleiteter Ab- und Ansiedelungsprozess. Entstanden ist Österreichs erste „Zero Carbon“-Siedlung in der Sanierung.
(IAS)