Das dörflich-landwirtschaftlich geprägte Umfeld der Wohnanlage steht in hartem Kontrast zur weiteren Umgebung mit Flughafen, Hotels und Einkaufszentren. Die drei Baukörper der Anlage, die in je zwei Häuser gegliedert sind, bilden mit Vorplatz und grünem Anger die zeitgemäße Interpretation einer dörflichen Struktur.
Leitmotiv des Projekts ist die Übertragung der Qualitäten des Einfamilienhauses auf den Geschoßwohnbau. Formal zeigt sich das in der starken Gliederung der Bauteile: Terrassen, Loggien bzw. die ebenerdigen, fingerartig in den Raum ausgreifende Bauteile schaffen geschützte Freibereiche und individuelle Wohnsituationen, wie man sie im Allgmeinen nur beim Einfamilienhaus findet. (IAS)
Als „Rettung“ einer verunglückten Planung initiierte der Gestaltungsbeirat für den Neubauteil des Kinocenters am Bahnhof ein Gutachterverfahren. Das siegreiche Konzept überzeugte durch die komplexe Anordnung der acht, verschieden großen Säle als „Steine“ in der geometrisch klaren und transluzenten Haut eines Würfels. Edle Farben, angenehme Materialien und ein großzügiges, räumlich durchlässiges Erschließungssystem hoben den Entwurf über den bis dahin gängigen Prototyp von Kinocentern hinaus. In der Bauausführung war dieser Qualitätsanspruch den Verantwortlichen nur mehr ein begrenztes Anliegen.
Das Hotel war DAS Zeichen des Nachkriegsaufschwungs in der Stadt Salzburg. Sparsam in Konstruktion und Materialien, einfallsreich im Detail bis zum auch vom Gang aus zugänglichen Schuhkästchen neben den Zimmertüren, mit zeitgenössischen Mosaiken außen sowie Fresken und Bildern innen geschmückt. Berühmt der Blick vom Café im 13. Stock. Durch die aufkommende Bürgerbewegung in den 1970er Jahren mit den massiven Zylatürmen am Bahnhofsvorplatz in einen Topf geworfen, bestand in den 1990er Jahren der Plan das Hotel durch einen Neubau zu ersetzen. Dies wurde erfolgreich verhindert, allerdings folgte danach eine „Sanierung“, die viele der Besonderheiten, zb die originalen Zimmereinrichtungen aus den 50iger Jahren, zerstörte.
Der großvolumige Neubau ist die Ergänzung eines Ensembles, das der Salzburger Zentrale der Bank eine adäquate, selbsterklärende Adresse gibt. Der Wunsch der Bauherren, ein zeitgemäßes, zukunftweisendes Headquarter zu erhalten, wurde von den Architekten erfüllt, der Mehrwert ist bereits im ersten Jahr in Zahlen ausdrückbar. Mit dem in Planung befindlichen Zwischentrakt wird nun noch in gleicher Qualität und unverwechselbarer Handschrift an den Bestandsbau von 1986, Architekt Luigi Blau, und an den noch älteren aus den 1960er Jahren an der Ecke zur Elisabethstraße von Architekt Josef Hawranek angeschlossen.
Der Entwurf von Park und Kindergarten ging beim Gesamtwettbewerb zum Gebirgsjägerplatz 1993 als Siegerprojekt hervor. Sie wurden jedoch, im Schatten des Wohnbaus, erst später realisiert. Der Kindergarten hebt sich mit seinem Obergeschoß, das über spannende Rampen, Rutschen und Treppen mit dem Terrain verbunden ist, wie eine scheinbar beweglich gelagerte Schachtel über das Sockelgeschoß. Dass die Architekten die Erfahrungen ihrer Kindheit präsent haben oder aus dem Leben mit ihren eigenen Kindern schöpfen können, ist an vielen Details spürbar.
Ein logistischer und bautechnischer Kraftakt wurde in mehreren Phasen, in denen die Wärmeversorgung der Stadt Salzburg aufrecht erhalten werden musste, in einen scheinbaren Monolithen verpackt. Die massive Betonummantelung schützt die Stadt vor Lärm und möglichen Gefahren der Turbine und der dazugehörigen Nebenanlagen der Kraft-Wärmeerzeugung. Der von den Boulevardmedien künstlich hoch gehaltene Skandal eines angeblich nicht an diese Stelle passenden Bauwerks verblasste mit der intensiv dunklen Färbung des Betons. Auch in diesem Bau und seinem Umfeld legten die Architekten besonderes Augenmerk auf stimmige Materialien, Details und Farbgebung.
Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1997-2000)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG
Zugänglichkeit: nur Außenraum
Erreichbarkeit: Haltestelle " St. Julienstraße"
Buslinien 1,2,27
Aufgrund seiner Lage am Rand des Gesamtensembles der ehemaligen Stadtwerke im Schatten des Bahndamms wird das Gebäude oft nicht als eigenständig wahrgenommen, das Heizkraftwerk hat ihm die Show gestohlen. In seinem Inneren, aber auch in seiner äußeren Erscheinung ist es ein weiteres Beispiel für den, in dieser hohen Qualität in Salzburg einzigartigen Form-, Detail und Farbwillen der Architekten.
Verschieden behandelter Sichtbeton, ausgeklügelte Details und ein stimmiges Farbkonzept fassen die Räume für die Transformatoren, einen großzügig verglasten Verkaufsbereich an der Straße - inzwischen Sitz der Geschäftsstelle der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten - und die Bürotrakte in den oberen Geschoßen in eine Hülle. Selbst der Nachtdienstbereich für die MitarbeiterInnen mit seinem Dachgarten war bis ins Kleinste durchgestaltet. Seit der Fusion des stadt- mit dem landeseigenen Energieversorger wurde das Haus zu großen Teilen vermietet und achtlos in Kleinbüros unterteilt.
Ein Umbau, der wie ein Neubau wirkt? Gelungen ist dies Robert Rechenauer vor allem aufgrund der neuen Situierung und Ausprägung der Eingangssituation. Die ehemals geschlossene Flanke zum Mirabellplatz wird zu einem Vorplatz nach Norden geöffnet und lässt in einer der Straße parallelen Ebene die Stadt ins Gebäude fließen. Dort wird sie aufgefangen im über alle Geschoße offenen, lichtdurchfluteten Foyer. Das Ensemble ergänzt der extra positionierte Neubau des Konzertsaals als Solitär, ein selbst-bewusstes Fenster zum barocken Mirabellgarten.
Das ehemalige Areal von Feuerwehr und Rettung, die beide großzügigere Neubauten in verkehrsgünstigeren Lagen bezogen, wurde zu einem innerstädtischen Wohn- und Geschäftsquartier umgenutzt. Der Innenhof, als großer Gastgarten für zwei Lokale genutzt, verbindet nach wie vor zwei Straßen und strahlt eine einladende Mischung von offen und geschützt aus. Gestört wird diese nur durch einen volkstümlichen Brunnen, der nach kurzer Zeit den zeitgenössisch gestalteten, der aus einem virtuell bespielten Glaskubus bestand, ersetzte.
Zugänglichkeit: zu den Amtsstunden EG öffentlich zugänglich
Erreichbarkeit: Haltestelle "Hofwirt"
Buslinie 4
Das Archiv steht als dunkler monolithischer Körper vor der Steilwand des Kapuzinerbergs. Davor, durch von oben belichtete Gänge und Stiegen getrennt, der Büro- und Werkstättentrakt. In Umkehrung der statischen Verhältnisse steht das Haus auf einem gläsernen Sockel, der mit einem lichtdurchfluteten, einladenden Veranstaltungs- und Ausstellungssaal und dem Lesebereich die öffentlich zugängliche Zone beinhaltet.
Die Anlage bewältigt die hohe Bebauungsdichte mit Mitteln, die sich jenseits der Doktrin des klassischen Städtebaus bewegen: weit auskragende Bauteile und eine hoch aufragende, anthropomorph geformte Mitte bilden ein fragiles Ensemble kommunizierender Körper. Identitätsstiftende Mitte des elastischen Gefüges ist ein in sich gegliederter 14 Geschoße hoher Wohnturm, der für den im Wandel befindlichen Stadtteil als urbanes Merkzeichen fungiert. Die punktuell beträchtliche Höhenentwicklung zielt nicht auf die Mechanismen symbolischer Macht, wie das Hochhäuser im Allgemeinen tun, sondern ermöglicht die Erhaltung von Freiräumen für gemeinschaftliche Nutzungen. Mit der präzisen Beschränkung auf wenige Materialien und Weiß als Farbe der Moderne wird ein homogenes Erscheinungsbild erzielt. (IAS)
Scheinbar Unvereinbares – Bürotrakt, Verkaufsräume und Werkstätten – wurden auf diesem Grundstück miteinander kombiniert. Die Straßenkreuzung wird von einem Schaugerüst markiert, unter dem die pavillonartigen Verkaufsräume der verschiedenen Marken optisch zusammengefasst werden. Die markanten Bürotrakte sind nach hinten gerückt, der an der Vogelweiderstraße geplante wurde nicht verwirklicht, hier wird die Straße von Autoabstellplätzen begleitet. Die betriebliche Expansion findet nun, nach einem weiteren Wettbewerb zehn Jahre danach, noch eine Bautiefe weiter hinten statt.
Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt erhielt die Salzburger Altstadt am Fuß des Kapuzinerbergs ein ambitioniertes zeitgenössisches Implantat. Der Zimmertrakt schwingt sich über einem offenen Erdgeschoß auf massiven Stützen, zwischen denen ursprünglich die Errichtung von Marktständen geplant war, Richtung Westen. Von der Dachterrasse kann man ungewohnte Blicke auf die Neustadt und auf die zum Greifen nahe Tierwelt am Abhang des Stadtberges und den stadteigenen Klettersteig werfen. Eine von hier aus geplante spektakuläre Treppenanlage auf den Berg blieb leider nur Vision.
Dass es sich bei der Feuerwache Schallmoos, die berufs- und freiwilligen Feuerwehr in einem Haus vereint, um die Adaptierung eines Bestandsbaues handelt, bemerkt man erst auf den zweiten Blick. Das ehemalige Autohaus (E: Wolfgang Soyka, 1972), auf dessen Flachdach einst Autos parkten, adaptierte die HALLE 1 mit klugen Eingriffen und schuf eine neue Einheit aus intelligent genutzten Bestands- und Neubauteilen. Die Architekten schälten aus der Stahlbetonstruktur im Obergeschoß ein begrüntes Atrium heraus. Die weißen, verputzten quaderförmigen Baukörper fassen das durch besonders „eingeschlitzte“ Fensterbänder lichtdurchflutete Innere. Die Blendmauer aus Sichtbeton an der Linzer Bundesstraße bildet einen Schutzschild für die dahinterliegende Terrassen und Aufenthaltsräume.(IAS)
Als Antwort auf die komplexe Aufgabenstellung entstand das Konzept eines prototypischen Leitbildes, das mit einem modularen Baukasten eigenständiger Elemente variiert und realisiert wird. Die in Bezug auf die jeweilige örtliche Situation in unterschiedlichen Kombinationen und Varianten verwendbaren Module sollen für alle im Stadtgebiet von Salzburg geplanten Haltestellen eingesetzt werden. Die Stationen bieten den unverwechselbaren architektonischen Ausdruck für das überfällige Angebot zeitgemäßer öffentlicher Personenbeförderung, das mit hoher Akzeptanz von den Nutzern angenommen wird.
Diese Siedlung war eine der ersten größeren in einem Viertel, das man hauptsächlich mit Gewerbe assoziierte. Sie bietet solide Gestaltung und dreiseitig belichtete Grundrisse, die Wohnungen im Erdgeschoß sitzen ohne Sockel direkt am Gelände.
Die Nachfolgesiedlung ist unspektakulär zeitlos und sowohl städtebaulich, naturräumlich als auch innenräumlich verständlich aufgebaut. Die Durchwegungen haben einen entsprechenden Abstand zu den Wohnungen im Erdgeschoß, der Naturraum wird mit den Gärten verzahnt, die Geländekante nach Westen geschickt genutzt.
Der aus Holz errichtete Bau besteht aus zwei Teilen, zwischen denen sich die über beide Geschoße offene Halle aufspannt. Großzügig verglast sind die Gruppenräume im geschwungenen Baukörper, der sich zur Sonne und zum Grünraum orientiert. Sie werden durch den orthogonalen Bauteil, der die Nebenräume beinhaltet, zur Wohnbebauung im Osten abgeschirmt. Das abwechslungsreiche und freundlich gestaltete Raumangebot für die Kinder wird auch durch unterschiedliche Raumhöhen und Niveausprünge erzeugt.
Drei scheinbar simple Zeilen, die bei genauerer Betrachtung nicht nur wegen ihres konsequenten Energiekonzeptes verblüffen: durch Konstruktion und Material, durch das Angebot von Vorder- und Hintereingang, mit durchgesteckten Wohnungen, geschützten Balkonen und kleinen Gärten im Erdgeschoß. Abstand und Höhe der Gebäude spielen zusammen, die erforderliche Intimität für die Erdgeschoße wird mit der noch wachsenden Bepflanzung in den nächsten Jahren entstehen.
Der erste Auftrag an die neu gegründete Arbeitsgruppe - bestehend aus den Architekten Johannes Spalt, Friedrich Kurrent, Wilhelm Holzbauer und Otto Leitner - weitergegeben von ihrem Lehrer Clemens Holzmeister, ergab den radikalen und doch behutsamen Umbau eines Stallgewölbes in die Parscher Kirche. Inspiriert von der Franziskanerkirche, deren romanisches Langschiff mit einem hohen, lichten gotischen Hallenchor ergänzt wurde, entstand die Verbindung von niedrigem Gewölbe für das Volk und hohem, natürlich belichteten Altarraum.
Die Architekten interpretierten das Thema Kloster mit Kirche und Kreuzgang völlig neu und packten alles unter eine große, luftige Dachkonstruktion aus rotem Stahl. Die holzverkleidete Kapelle in der Mitte, nur von oben belichtet und mit Stufen arenaartig zum Altar hin abgesenkt, wird von einem hohen Wandelgang umringt. Dieser wiederum vom zweigeschoßigen Zellentrakt mit innerem Laubengang und offenen Stiegenaufgängen. Nachdem die Zahl der Mönche Ende des letzten Jahrhunderts schrumpfte, entschloss sich die Kongregation zur Vermietung des Gebäudes. Als Mieter wurde das ICCM, eine Institution für berufsbegleitende Ausbildung zur Kulturarbeit gefunden. Ohne Umbauten gelang die Umnutzung, in der ehemaligen Kapelle fanden Stunden voll konzentrierter Vorträge und Diskussionen in spiritueller Andacht statt.
Die für Salzburg innovative Konzeption dieses Wohnbaus wurde von der Jury stark hervorgehoben. Er besteht aus zwei unterschiedlichen Bereichen, den straßenseitigen Zeilen von Wimmer Zaic Architekten, die einerseits der eigentlichen Gartenstadt die – akustische – Mauer machen, andererseits nach innen mit ihren leicht über das Terrain erhobenen, erdgeschoßigen Gärten und deren Zugängen ein Ambiente zwischen Offenheit und Privatheit vermitteln. Die städtebauliche Idee des Wohnhügels, aus dem die vier Gebäudekomplexe des gartenseitigen Bauteils herauswachsen, wurde bei der Realisierung zwar beibehalten, die Erwartung an die freiräumliche Großzügigkeit einer Gartenstadt ist jedoch bei den erdgeschoßigen Wohnungen nicht spürbar.
Hinter der konkav einschwingenden Straßenfassade öffnet sich der Kindergarten zum Grünraum, in den drei Gebäudetrakte fingerartig vordringen. Zwischen diesen Gruppenraum-Holzboxen und den beiden Bewegungsräumen – einer davon ist rotundenartig ausgebildet – vermittelt fließend die zentrale Halle. Räumliche Vielfalt verbindet sich hier mit unterschiedlichen Materialien und Oberflächenstrukturen, z. B. Lärchenholz mit Kupferdächern, Beton mit Zinkblech. Die Kinder werden so in ihrem Alltag mit bewusster Wahrnehmung und Raumerfahrung konfrontiert. (IAS)
Ein multifunktionales Konglomerat mit umfassendem Angebot für das Leben an einer der Ausfallstraßen von Salzburg. Die zeilenartige Wohnbebauung im Innenhof wird durch einen straßenbegleitenden Bürotrakt, in dessen Erdgeschoß und teilweise auch Untergeschoß Geschäfte angeordnet sind, vom Lärm abgeschottet. Zur Nebenstraße im Süden öffnet sich ein großer Quartiersplatz für verschiedene Nutzungen. Das Angebot wird im Westen zur bestehenden Wohnbebauung um einen gemeinsamen kleinen Park ergänzt.
In den Garten eines kleinen Hauses einer Siedlung aus der Nachkriegszeit wurde ein grünlich schillernder Zylinder gesetzt. Erschlossen von einem einladenden Glasvorbau ist das Studio innen einem überdimensionierten Verschluss eines Fotoapparats nachempfunden. Jahre später wurde dann der Altbestand von den Architekten Forsthuber und Scheithauer durch ein Bürogebäude ersetzt, das in expressiver Manier über das Ufo auskragt.
Der politische Kampf um die Neuplanung der Universität Salzburg und die Errichtung der "NaWi" geht historisch gesehen, der Gründung des Gestaltungsbeirats voraus.
Die Architekten bezogen Anregungen für den Bau aus den Planungsprinzipien der Altstadt mit ihren Gassen, Höfen und Durchgängen. Charakteristisch ist das als Rückgrat fungierende, lang gezogene, direkt belichtete Atrium. An ihm sind die Hoftrakte für die Institute auf der einen Seite und die Hörsäle auf der anderen Seite angereiht. Großes Augenmerk wurde auch auf die Verzahnung mit der Landschaft im Westen gelegt, Freitreppen, Teiche, Nutzgärten und ein Freilufttheater bieten hohe Nutzungsqualität.
Das Projekt ersetzt als wichtige Ergänzung des Ensembles den temporären Zubau aus den 1960er Jahren. Die Herausforderung sich zwischen der ehemaligen Militärakademie - dem heutigen Haupthaus des Seniorenheims - und der Naturwissenschaftlichen Fakultät von Holzbauer zu behaupten und dennoch einzufügen, ist gelungen. Erst die zweite Bauphase wird das raffinierte Konzept eines nach zwei Seiten offenen „Z“ sichtbar machen und damit auch die Öffnung zum legendären Grünraum von Schloss Freisaal.
Teil eines größeren Ensembles von Schulbauten, die an der Akademiestraße kammartig aufgereiht sind, war der Hallenbadtrakt der Pädak. Bei der Umgestaltung und Umnutzung zur Bibliothek wurden alle für die Entstehungszeit des Bauwerks wichtigen Charakteristika gewürdigt und erhalten. Und doch ist der Umbau zeitlich eindeutig zuzuordnen. Es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis in dem durch neu geschaffene Bullaugen zusätzlich belichteten ehemaligen Schwimmbecken nach Büchern zu tauchen.
Das ehrwürdige Salzburger Künstlerhaus entschloss sich unter seiner damaligen Leiterin Hildegund Amanshauser zu einem facelifting. Von Elsa Prochazkas Gesamtkonzept blieb jedoch nur die Gestaltung des Caféinnenraums. Die davor liegende Glasterrasse zur Salzach hin wurde später von Halle 1 appliziert.
Dem Bau von Wunibald Deiniger aus den 30iger Jahren wurde ein zeitgenössischer Flügel angedockt, der mit nur scheinbar konträren Mitteln auf den Bestand reagiert. Im selben Zug konnte das bestehende Bauwerk von den Fehlern eines mächtigen Walmdachs und weiterer Zutaten befreit werden. Die Ergänzung mit einem dichten Hofeinbau folgte erst Jahre später und brachte die dringend erforderliche Entlastung im gerichtlichen Alltag.
Aus einem StudentInnenwettbewerb am alten Standort der ARGE Nonntal als Sieger hervorgegangen, wurde Gerhard Kopeinig mit der Neuplanung des Multifunktionshauses auf dem durch den städtebaulichen Wettbewerb für das gesamte Areal des Uniparks Nonntal zugeteilten, dreieckigen Grundstück beauftragt. Es liegt mit seiner Breitseite an der das Gebiet erschließenden, erst 2008 errichteten Ulrike Gschwandtnerstraße. Der große Veranstaltungssaal ist über einen Vorplatz und ein großes transluzentes Rolltor begehbar. Über das Beisl gelangt man zum zentralen Stiegenhaus im rückwärtigen Gebäudebereich und die weiteren Veranstaltungssäle im Untergeschoß sowie die Bürobereiche in den Obergeschoßen.
Das Salzburger Landesstudio ist Teil eines Bundesländerprogramms, das dieselben Bauelemente in mehreren Landeshauptstädten in gänzlich unterschiedlichen Kontexten platzierte. So eigenständig war die Grundkonzeption, dass dies in allen Umgebungen gelang. Auch heute noch überzeugt die Anordnung um die zentrale Halle. Bei der thermischen Sanierung fiel die stimmige, konstruktiv bedingte Optik von Fassadenhaut und Fensterteilung leider dem Energiespargedanken zum Opfer.
Einen Umbau als vollkommenen Neubau erscheinen zu lassen, war bei den gegebenen Voraussetzungen eine Kunst, aber auch die einzig verlockende Möglichkeit für einen Architekten, noch dazu für das eigene Atelier. Hier zu arbeiten ist ein Privileg - vom Eingang neben dem Wasseratrium bis zum spektakulären Blick über das unverbaute Moor, besonders in den Übergangszeiten von Tag und Nacht. Dem Haus wurde nach Süden ein offener zweigeschoßiger Vorbau appliziert, dahinter das Großraumbüro für die MitarbeiterInnen und die beiden Chefs. Nur die Besprechungsräume, in die man gleich neben dem Eingang geführt wird, und ein Arbeitszimmer sind vom Raumkontinuum abgetrennt.
Der Lehrbauhof, ein Unterrichts- und Werkstättengebäude für die Ausbildung von Baumeistern und Zimmerern, war und ist eines der architektonisch wichtigen Projekte der Architekturreform. Am südlichen Rand der Stadt mitten im Moorgebiet gelegen - allerdings in Nähe zur Autobahn - begleitet der Klassentrakt diese mit einem feinen Schwung. Nach Norden reihen sich an den Erschließungsgang die von oben belichteten Hallen für die praktische Arbeit. Die Materialien sind roh, aber mit Schweizer Präzision verarbeitet und wirken auch in diesem Jahrhundert frisch und unverbraucht.
Wenn man heute an diesem Haus vorbeifährt, ist die Aufregung, die um seine Errichtung herrschte, nicht mehr nachvollziehbar. Es fügt sich aufgrund der gewählten Entwurfselemente Sockelbereich aus Bruchsteinmauerwerk, Lochfassade und seinen Abmessungen stimmig in die Reihe der anderen Wohnhäuser am steilen Fuß des Mönchsbergs. Neu war der offensive Umgang mit dem Berg, der durch das zentrale, auch bergseitig belichtete Stiegenhaus bis auf die Straße hinauswirkt. Weitere zeitgenössische Elemente sind der gläserne Aufzug und die Brücke vom obersten Geschoß auf die Gartenterrasse am Berghang.
Teil des Gesamtwettbewerbs Außenraumgestaltung Festspielbezirk 2003 war auch die Gestaltung des Furtwänglerparks. Das Projekt von oneroom sah hier in Ergänzung des neuen Aufgangs zur Aula der Universität die Errichtung eines Pavillons vor. Nach langwierigen Diskussionen ob ein „Hochbau“ in diesem sensiblen Bereich gewünscht ist (Artikel nextroom), entschloss sich die Stadt zu einem neuen Wettbewerb nur den Garten betreffend. Diesen gewannen Karasz/Auböck mit einem starken, klaren und im besten Sinn „simplen“ Konzept. Selbst für den „Kieferpavillon“ wurde ein neuer Standort gefunden, die Mitte des Gartens bleibt wieder unbesetzt.
Der realisierte Torso der Aulatreppe, Teil des Ergebnisses eines Wettbewerbs – der in Verlängerung des Eingangs geplante Pavillon konnte nicht verwirklicht werden - ist architektonisch und funktionell erstaunlich selbständig und in gutem Kontakt mit dem anschließenden, von Auböck/Karasz geplanten, Furtwänglergarten.
Bereits Anfang des 20. Jh. wurde das Erdgeschoß dieses Altstadthauses für die Pustet-Druckerei entscheidend umgebaut. Bei der neuerlichen Umnutzung konnte so manches bauhistorisch wichtige Element wieder zum Vorschein gebracht und durch Zeitgemäßes ergänzt werden. Die Lage an zwei Straßen kommt der einerseits öffentlichen, andererseits inneruniversitären Nutzung entgegen. Von beiden Seiten gern genutztes Bindeglied ist die Lounge im ehemals offenen Gewölbe und der möblierte Innenhof.
Aus einem europaweiten, zweistufigen Wettbewerb gingen die Salzburger Architekten Kaschl und Mühlfellner als Sieger hervor. Ein wichtiges Element ihrer Planung, die Überdachung des Innenhofs, wurde jedoch nicht verwirklicht. Sie ordneten und entrümpelten die wertvollen Räume, die teilweise durch ihre stark farbigen Deckenfreskos eine raumprägende Eigenwirkung haben. Mit elegant, und im Detail perfekt gestalteten Elementen wie Eingangsbereich, Stiegenaufgängen, eingeschobenen Nebenräumen bis zu einem white cube im Untergeschoß bieten sie die idealen Bedingungen für die zeitgemäße Präsentation der Landessammlungen.
Aus einem zweistufigen europaweiten Wettbewerb als Siegerprojekt hervorgegangen, erfüllt der Steg alle Hoffnungen der Auftraggeberin Stadt Salzburg. Die beiden Ufer werden durch den Schwung in Grundriss und Höhenentwicklung sinnfällig verbunden. Die gewählte Hohlprofilkonstruktion und die Auflagerung auf nur einem, asymmetrisch situierten Pfeiler unterstreichen dies. Das erste, von der Öffentlichkeit uneingeschränkt positiv aufgenommene Beispiel moderner Architektur im Herzen des Weltkulturerbes.
Aus einem europaweiten Wettbewerb mit 135 TeilnehmerInnen als Siegerprojekt hervorgegangen, leidet dieses Haus am fehlenden Mut der Auftraggeber, die anstatt eines Neubaus einen Umbau des Bestands bestellt hatten. Die Geschoßhöhen waren dadurch ebenso eingeschränkt wie die flächenmäßige Ausdehnung. In den oberen Geschoßen ist die innenräumliche Qualität, die Wegführung und die auch mit präzisen Details erreichte Atmosphäre auffallend, welche aber bei der symmetrisch ausgebildeten Schaufassade ins Tal der Altstadt nicht nach außen vermittelt wird.
Architektur: Markus Pernthaler, Reinhold Tinchon (1996-2001)
BauherrIn: Chirurgie West Verm.-u. Err.gesmbH
Zugänglichkeit: öffentlich
Erreichbarkeit: Bushaltestelle "Landeskrankenhaus"
Linie 7, 10, 21, 24, 27, 28
Bushlatestelle "Aiglhof/LKH"
Linie 2, 4, 20, 28
Aus einem europaweiten zweistufigen Wettbewerb als Siegerprojekt hervorgegangen, wirkt der Komplex als Einzelbaukörper architektonisch interessant. Die Geste zur Aiglhofkreuzung ist städtebaulich nachvollziehbar und hat der Verdichtung, die mit dem Sparkassengebäude in den 1960er Jahren begonnen wurde, eine qualitätsvolle Richtung gegeben. Dieser Einzelbau hat jedoch nichts mit der ursprünglichen städtebaulichen Struktur des Krankenhauses - den bestimmenden zentralen Flügelbauten zu beiden Seiten der Kirche, die auf Fischer von Erlach zurück gehen und den dadurch gebildeten Freiräumen - zu tun. Bei der Überarbeitung des Erweiterungsbaus wurde das Projekt aus Kostengründen stark vereinfacht und in ein rektanguläres Raster gezwängt. Von gesondertem Interesse sind die in die Architektur integrierten qualitätsvollen zeitgenössischen Kunstwerke, die das „Kunst-am-Bau“-Programm der Landesregierung hier ermöglichte.
Ein Um- und Zubau am nordwestlichen Hang des Mönchsbergs, Teil der Altstadt-Schutzzone, vereint dieses Ensemble klare zeitgenössische Elemente mit liebevoller Renovierung der Bestandsbauten. Die einzelnen Bereiche Geschäft, Bar, Küche, Seminarräume, Innenhof sowie Weinkeller und Gastraum im Berginneren sind abwechslungsreich gestaltet und teilweise spektakulär inszeniert.
Nehmen Sie das Fahrrad und fahren Sie entlang der Glan!
Die Wohnanlage „Oasis“ ist eine belebte und von ihren BewohnerInnen liebevoll gepflegte Siedlung, obwohl sie aufgrund ihrer Andersartigkeit anfänglich Zielscheibe medialer Attacken war. Der Versuch, neue Wege im sozialen Wohnbau zu beschreiten, zeigt sich einerseits in der Verknüpfung unterschiedlicher Wohnungstypen wie mehrgeschossige Reihenhäuser, Single-Wohnungen und Penthouse-Sonderformen. Andererseits wird durch die räumliche Zonierung des Terrains, eine Verbindung der Baukörper mit den Freiräumen hergestellt. Die bemerkenswerte Membranverkleidung der Fassaden verleiht den Baukörpern eine großzügige Leichtigkeit. (IAS)
Salzburg war lange Zeit resistent gegen Fortschritt im Holzbau. Durch restriktive Gesetzgebung eingeschränkt, durch technisch inadäquate Verwendung von Holz abgeschreckt, durch den Bau von „Lederhosen“ in den Tourismusgemeinden auf ein bestimmtes Image festgelegt, hatte der zeitgenössische Holzbau viele Hürden zu überwinden. Mit diesem detailliert geplanten, mehrgeschoßigen Holzwohnbau wurde, erstmals in der Stadt, ein Standard gesetzt. Die Wohnungen öffnen sich zu einem durchgehenden tiefen Wohnbalkon im Südwesten, haben aber auch kleine Wirtschaftsbalkone an der gegenüberliegenden Seite. An der Eingangsfront ist im Erdgeschoß ein allseitig verglaster Gemeinschaftsraum situiert.
Das Gebäude ist der Firmensitz eines Blumen- und Zubehörgroßhandels mit Verkaufshalle und großräumigen Lagerflächen. Die wenigen Belichtungsflächen, die gebraucht werden, sind an seiner hoch aufragenden Nordecke spektakulär zusammengefasst. Dieser Effekt und der architektonische Gegenschwung zum dahinter liegenden Untersberg kommt am besten beim Blick durch das Fenster eines startenden Flugzeugs zur Geltung.
Vor dem Flughafen von Salzburg an der Gemeindegrenze zum architekturabstinenten Wals ist dieses „Konstrukt“ gelandet, eine autarke Autostadt, von der Reparatur über den Showroom bis zur Verwaltung alles unter einem Dach, auf den unteren Ebenen auch befahrbar. Der Bürotrakt hebt sich darüber hinaus und bietet den MitarbeiterInnen ein traumhaftes Panorama. Durch die Lage des Gebäudes an der Schnittstelle zur Gemeinde Wals-Himmelreich wird seine hohe architektonische Qualität zusätzlich betont.
Genau genommen sollte man von Hangar 7 und 8 sprechen, verbunden durch einen Platz, der nur zur Eröffnung für Publikum erlebbar war. Dessen weitläufiges Flair, die ihn auf zwei gegenüberliegenden Seiten begrenzenden angeschnittenen Glasflächen der beiden Hangars und das offene Flugfeld davor bieten ein Raumerlebnis, das man nicht mit „Salzburg“ verbinden würde. Der Hangar 7 als Veranstaltungs- und Ausstellungslocation mit allen dazu gehörigen Attributen geplant, wirkt in seiner Konstruktion zu massiv dimensioniert und durch die eingeschnittenen Glaszylinder in seiner reinen Form gestört. Dies wird besonders sichtbar im Vergleich zum „einfachen“ Hangar 8, in dem Montage- und Wartungsarbeiten am Flugzeugpark durchgeführt werden, der aber leider nicht öffentlich zugänglich ist.
Ein typisches Beispiel von Garstenauers innovativer Gewerbe-Architektur, blieb die Ausstellungshalle seit mehr als vier Jahrzehnten gleichbleibend „modern“. Ein Teil dieses Erfolgs ist die genaue Überlegung der Funktionen, die nie auf eine einzig mögliche festgelegt sind, ein anderer die gewählten Konstruktionsformen, die ihrer Zeit weit voraus waren.
Eines der Projekte bei denen der Bauherr vom Gestaltungsbeirat zu einem Wettbewerb überzeugt werden musste. Zu zementiert war die Sicherheit – wie oft im Gewerbebau - logistisch alles ausgereizt, folglich das Optimum geplant zu haben. Dass die Architekten nicht nur städtebaulich Nachvollziehbares und optisch Spektakuläres lieferten, sondern auch funktional einen neuen und wesentlich verbesserten Betriebsablauf fanden, war für die Bauherrschaft eine große Überraschung. Sehenswert ist nicht nur die „Schau“fassade des Hochregallagers an der Siezenheimerstraße, spannende Einblicke gewinnt man auch an der Seite des Bürotrakts im Westen und in die Umschlaghalle.
An der Innsbrucker Bundesstraße, einer der Ausfallstraßen von Salzburg, ist man mit einem Allerlei an Nutzungen und deren optischen Erscheinungsformen konfrontiert. Dieser Bürobau mit seinem weit auskragenden Vordach, setzt einen besonderen architektonischen Akzent, der für einige an diesem Straßenzug danach verwirklichten Bauten als Vorbild wirkte.
Der Wettbewerb bezog nicht nur das nun bebaute Grundstück, sondern auch die Bereiche auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung und dem anderen Glanufer mit ein. Eine Absicht, die in der Realität leider nicht eingelöst wurde. Für die siegreichen Architekten blieb nur das Grundstück der früheren Feuerwehr von Maxglan, auf dem Wohnungen und Geschäfte situiert wurden. Das nostalgische Bemühen, das kleine alte Feuerwehrgebäude zur Gänze zu erhalten, wirkt aus heutiger Sicht unverständlich, da davon nur mehr die Stirnwand übrig blieb.
Wie ein kleinräumiges, sehr qualitätsvolles Anhängsel der später errichteten, nördlich angrenzenden Siedlung auf dem ehemaligen Höllereisenareal wirkt diese Wohnbebauung. Aufgereiht an einem inneren Erschließungsweg, in den sich kammartig die gläsernen Eingangsbereiche der einzelnen Häuser ins Blickfeld schieben, befinden sich Zeilenbauten und zwei Punkthäuser. Leider wurden bei der Ausführung von den beiden Bauträgern architektonisch wichtige Details verändert.
Die Schulen, die in der ehemaligen Trabantensiedlung Taxham errichtet wurden, liegen versteckt und damit auch von Lärm geschützt, im Innern des Siedlungsgebiets. Die Architekten packten die Erweiterung in Form einer Holzkonstruktion als Aufbau auf die bestehende Turnhalle. Die gewählte Formensprache und der innenräumliche Duktus waren für Salzburg revolutionär. Den Kindern und Jugendlichen werden durch das räumliche Angebot völlig neue, und von Gruppe zu Gruppe gänzlich unterschiedliche Erlebniswelten geboten.
Durch anhaltende Kritik des Gestaltungsbeirates an den vorgelegten Plänen, sahen sich die Betreiber gezwungen ein Gutachterverfahren auszuloben. Fuksas gewann mit einem Konzept, das laut seinen Aussagen die Prinzipien der Salzburger Altstadt nach „indoors“ verpflanzte. In der Realisation wurde vieles wirtschaftlich optimiert, großzügige, abwechslungsreiche und natürlich belichtete Mallflächen blieben dennoch erhalten. Auch die, von einer spektakulären Freiluftrampe erschlossene Parkierungsfläche am Dach und die großzügig dimensionierte, übersichtliche und helle Tiefgarage. Die KundInnen dankten all das mit dem höchsten Quadratmeter-Umsatz weit und breit.
Der Europark I war nach einigen Jahren bereits zu klein geworden. Massimiliano Fuksas gelang das Kunststück, dem markanten Ursprungsbau einen ebenso markanten Neubau anzusetzen, der einerseits innen wie außen mit dem Bestand verschmilzt und andererseits gänzlich anderes Raumerleben bietet: gerundete Plazas und großzügige von oben belichtete Aufweitungen. Die KundInnen danken es mit ungebrochen hohen Umsätzen.
Ein großes filigranes Raumfachwerk bildet das zusammenfassende Dach für die darunter liegende Produktionshalle im Westen und den Bürotrakt im Osten, die sich auch konstruktiv und materialmäßig voneinander unterscheiden. Die von oben belichtete „Mitarbeiterstraße“ an der mächtigen Sichtbetonmauer durchquert das Ensemble und gibt den MitarbeiterInnen der beiden unterschiedlichen Bereiche durch ihre Verbindungsfunktion die Gelegenheit zur informellen Begegnung.
Das Areal der Glockengießerei Oberascher wurde, in stadträumlicher Nähe zu den beiden Modegroßhandelszentren, mit verwandten Betrieben umgenutzt und neu belebt. Der neu errichtete Büroturm ist in der bestehenden, maximal 8m hohen Bestandsbebauung eine wichtige landmark, die den Zugang vom neuen Parkplatz im Süden markiert. Die einzelnen Geschoße waren für die Nutzer frei gestaltbar.
Auf einem in dieser Gegend typischen Einfamilienhaus-Grundstück entstand vollflächig eine als Außen- und Innenraum begeh- und bespielbare Skulptur, die Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ernst nimmt. Durch die Komplexität der räumlichen Durchbildung ist dieses Bauwerk in Plänen und Fotos nicht zu vermitteln, man muss es gesehen und erlebt haben.
Besichtigen Sie das Haus auch von der Rückseite (Hans-Sachs-Gasse)!
Das Wohn- und Geschäftshaus fügt sich in die spätgründerzeitliche Blockrandbebauung an der Ignaz-Harrer-Straße ein. Die Anlage besteht aus drei Objekten, wobei nur zwei, der leicht nach innen geknickte Trakt an der Ignaz-Harrer-Straße und der Hoftrakt, direkt zusammenhängen. Der dritte Bauteil an der Alois-Stockinger-Straße ist durch ein bestehendes Gebäude im Block getrennt. Mit einer zweischaligen, gläsernen Fassade erweckt das Objekt an der verkehrsbelasteten Hauptstraße die Anmutung eines städtischen Geschäftshauses. Das nordsüdorientierte „Hofhaus” enthält klassische Split-Level-Wohnungen. Der Bauteil an der Stockinger-Straße mit seinen bildet geschwungen Balkonen eine weiche Übergangszone zu den Wohnblocks im Norden.(IAS)
Ein Einfamilienhaus im Süden von Salzburg, das von Lülja Praun für die Familie Sailer, von außen kaum wahrnehmbar, umgebaut wurde. Der Wintergartenzubau war einer der ersten reinen Glasbauten, dessen damalige konstruktive Gewagtheit auch heute noch nachvollziehbar ist.
Einfach und selbstverständlich wird das dreieckige Grundstück an den drei Seiten von Baukörpern besetzt, die untereinander verbunden sind. Blickfänge sind die roten Laubengänge mit ihren offenen Treppen, die die Gleichförmigkeit der Fassaden auflockern. Die gewählten architektonischen Mittel wirken, der Aufgabe angemessen, zeitlos modern.
Der zweite große Wohnbau in der Ära des Gestaltungsbeirats nach der Forellenwegsiedlung, diesmal in dem bereits dicht bebauten Stadtteil Lehen. Die Bebauung reagiert sowohl auf die Blockrandbebauung der Gründerzeit im Süden, als auch auf die offenen und unterschiedlich großen Wohnbauten im Norden. Zwischen zwei viel befahrenen Straßen gelegen, ist die Wohnqualität vor allem durch den ruhigen Innenhof erreicht worden, in den sich die Wohnungen mittels Balkonen öffnen.
Der Erweiterungsbau der beiden Schulen schwingt sich mit großer Fernwirkung von Bestand zu Bestand. Er bietet den Schulen städtebaulich architektonische Präsenz an der Salzach. Der neue Trakt wirkt nicht nur durch seinen Innenraum, sondern auch durch die offenen, gedeckten Außenbereiche unter dem Baukörper und durch den entstandenen Innenhof zwischen Neubau und Altbau.
Nach jahrelangem Widerstand stimmten die Verantwortlichen der Forderung des Gestaltungsbeirats nach einem Wettbewerb zu. Im Siegerprojekt reiht sich an einen Erschließungsgang ein Ensemble aus Vierkantern, deren Arbeitsräume zu den Atrien orientiert sind. Ergänzt wird es durch zwei Zeilenbauten für das Studentenheim. Die hohe städtebauliche und architektonische Qualität dieses Projekts waren der Grundstein für die von der Stadt initiierte Studie zur Science City Itzling. Ein Ergebnis war die Verlegung der Schillerstraße an den Bahndamm um ein größeres zusammenhängendes Gebiet zu erhalten, das nun, nach weiteren Projektwettbewerben, bebaut wird.
Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1992-1995)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG
Zugänglichkeit: nur Außenraum
Erreichbarkeit: Haltestelle "Austraße"
Buslinie 6
Um es nicht nur von der Autobahn im Vorbeifahren gesehen zu haben, lohnt es sich, das Gebäude über die Seitenstraßen zu suchen. Einschließlich des Schiebetors ist hier alles von den Architekten bewusst und detailreich gestaltet worden. Auch der Grünraum ist Manifest des architektonischen Verständnisses und bietet mit seinen Stableuchten in den inselartigen Grasbüscheln tags und nachts den stimmigen Rahmen für die expressiven Bauteile von Turbinenhalle und Schornstein.
Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1992-1995)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG
Zugänglichkeit: nur Außenraum
Erreichbarkeit: Haltestelle "Austraße"
Buslinie 6
Die weiteren Ergänzungen zum Kesselhaus und Schornstein sind zurückhaltender gestaltet, seiner Funktion als Energiereserve gerecht werdend. Besonderes Augenmerk wurde auch in diesem Bau auf die Sozialräume und deren Farbgestaltung gelegt.
Erreichbarkeit: Haltestelle "Äußerer Stein"
Buslinien 3, 5, 6, 7, 8
Aus der Altstadt über den Mozartsteg erreichbar.
Hinter dem Gebäude in der Steingasse eine der ältesten Weinstuben Salzburgs, das Andreas Hofer. Mo-Sa ab 18 Uhr geöffnet.
Auf dem Areal der alten Diakonie gab es neben dem denkmalgeschützten Saulichschlössel auch einen alten Baumbestand zu berücksichtigen. Das neue Ensemble sollte vielseitige Nutzungsmöglichkeiten wie Wohnen, ein Gesundheitszentrum, Büros und eine Cafeteria beinhalten. Im Südosten des sanierten und in seiner Bedeutung gestärkten Ansitzes wurde daher der Neubau so platziert, dass ein Hofraum entstand. Eine Treppe zwischen den beiden Bauteilen stellt nun eine Verbindung zur mittelalterlichen Steingasse her. Nördlich schließt ein länglicher Baukörper an, der den Häusern in dieser Gasse wieder einen direkten Blick auf Hohensalzburg und vor allem mehr Licht und Sonne bringt. (IAS)
Die Wohnanlage ist ein geglücktes Beispiel für eine Nachverdichtung. Große, vormals als Parkplätze genutzte Flächen der Wohnanlage aus den 1970er Jahren wurden bebaut und die Stellplätze in eine neue Großgarage verlegt. Entlang der Moosstraße bilden nunmehr vier leicht versetzte Baukörper einen klaren Abschluss. Ein mit schubladenartig herausgezogenen Balkonen versehener Wohnturm bildet eine signifikante Mitte. Die neuen, größeren Wohneinheiten ergänzen den Kleinwohnungsbestand und fördern so die Durchmischung des Quartiers. Mit diesem klugen städtebaulichen Konzept konnten 83 neue Wohnungen zu äußerst günstigen Bedingungen (Entfall der Grundstückskosten) geschaffen werden. (IAS)
Besuchen Sie die Stadtbibliothek und blicken Sie auf den neuen Spar und Umgebung!
Das Projekt Neue Mitte Lehen ist ein dominantes Stück Architektur, das stadträumlich dem Quartier eine völlig neue Identität verleiht. Der Bauteil West enthält die neue Stadtbibliothek, Geschäfte und die Panoramabar. Im Bauteil Ost wurden 48 Mietwohnungen, ein Seniorentreff, ein Veranstaltungssaal und eine Catering-Einrichtung mit Ausbildungsstätte für behinderte Menschen realisiert.
Die Gesamtanlage ist eine Reminiszenz an das ehemalige Stadion Lehen, bei der die einstige Spielfläche zur grünen Mitte des Stadtteils wird und gleichzeitig die Erinnerung an die Fußballarena bewahrt. Überragt wird die Anlage von einem schrägen Turm mit einer Panoramabar, die auch als zeichenhafte Unterstützung dieser Erinnerung zu werten sind. (IAS)
Architektur: archsolar, Wolfgang Schwarzenbacher, Werner Oberholzer (1998-2002)
BauherrIn: Die "SALZBURG", ÖSW Wohnbauvereinigung Gem. GmbH
Zugänglichkeit: halböffentlich
Erreichbarkeit: Haltestelle "Kuglhof"
Buslinie 27
Die Wohnanlage mit 128 Wohnungen basiert auf einem Masterplan, den One Architecture 1996 entwickelt haben, der so genannten Stieglgründe funktionell und städtebaulich gliedert. Allerdings kann nur die von Schwarzenbacher /Oberholzer geplante Wohnanlage, die 2003 mit dem Landesenergiepreis ausgezeichnet wurde, auch in der Umsetzung überzeugen. Die Wohnungen mit Komfortlüftung und Wärmerückgewinnung werden über eine zentrale Holzpellets-Heizung sowie 380 m2 Sonnenkollektoren thermisch versorgt. Zeilenförmige, viergeschossige Baukörper mit zurückgesetzten Attikageschoßen, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen, öffnen sich zum Landschaftsraum im Süden. Ein quer liegender kürzerer Bauteil schließt die Anlage im Norden ab. (IAS)
Zugänglichkeit: Halböffentlich, GKK: Mo – Do, 7.15 – 15 Uhr, Fr 7.15 – 12.15 Uhr, Forum 1: Mo – Fr 9-19 Uhr, Sa 9 – 18 Uhr
Erreichbarkeit: Buslinie 3 hält direkt vor dem Servicezentrum Gesundheit. Alle anderen Buslinien halten am Südtirolerplatz (Bahnhofsvorplatz).
Die Bebauung des ehemaligen Postareals an der Nordflanke des Bahnhofsvorplatzes schloss eine der offenen Wunden in der Stadt Salzburg. Gezielt gesetzte Hochpunkte – als Gegengewicht zum Hotel Europa an der Südseite des Platzes und den benachbarten „Zyla-Türmen“ – und niedrigere Baukörper bilden ein Ensemble autonomer Objekte: Das zweigeschoßige Einkaufszentrum mit aufgesetztem Hotelbaukörper bildet den Abschluss Richtung Bahnhofsvorplatz. Dahinter ragt der 46 m hohe Glasturm der Gebietskrankenkasse auf. Gegen Osten entlang der Eisenbahn liegen ein Bürogebäude sowie ein sechsgeschoßiger Wohnbau. Während sich die Wohnungen ausschließlich zum Park orientieren, dient die der Bahn zugewandte Ostseite als Pufferzone, mit Laubengängen und bunten, containerartigen Boxen. Sie enthalten den Wohnungen zugeordnete Nebenräume. Das zwischen Wohnbau und GKK ansteigende Gelände wurde nach Plänen von Auböck & Kárász gestaltet. (IAS)
Lackner entwickelt die Struktur des Verwaltungsgebäudes mit den Werkzeugen einer elementaren Geometrie: der segmentbogenförmige Bürotrakt, die Linie der gläsernen Lärmschutzwand und der zylindrische, über eine Brücke mit dem Haupthaus verbundene Annex leben von der Symbolik der reinen Formen. Lackner hat mit diesem Bau ein Bürogebäude als Arbeitsplatz der Zukunft verwirklicht, und hat – vielleicht als erster überhaupt – die Idee des Raumplans im Verwaltungsbau angewendet. Während die Mittelzone mit Erschließung und Nebenräumen eingeschossig ausgeführt sind, erlauben die zweigeschossigen Büros, ein großzügiges Arbeitsambiente und überdies vorzügliche Belüftung und eine blendfreie Belichtung. (IAS)
Gegenüber befindet sich das ARGE-Kulturgelände mit Beisl und Gastgarten. Mo-Fr 9.00-01.00 Uhr Samstag ab 15.00 Uhr
Das Sportzentrum Mitte ist ein Herzstück in der Neugestaltung des Nonntals im Übergang von der Altstadt zum Landschaftsraum Freisaal. Möglich wurde diese großzügige Lösung, zu der die neue kultur- und geisteswissenschaftliche Fakultät und die ARGE Nonntal zählen, durch ein Grundstücks-Revirement. Die Planung des Sportzentrums mit der Turnhalle für die Sport-Union sowie Fußballplatz samt Tribünen des SAK erfolgte nach EU-weitem Wettbewerb durch den Schweizer Andreas Senn. Die Fassaden des hermetischen Blocks der Halle, bestehen aus hellen Betontafeln. Die Belichtung erfolgt über hohe Band- bzw. Dachflächenfenster. „Für 1.500 Schüler/Studenten und über 3.500 SportlerInnen aus 20 Vereinen in allen Altersgruppen entstand so ein echtes Dorado in Bestlage.“ Otto Kapfinger (IAS)
Die „Gusswerk Eventfabrik“ nutzt das unverwechselbare Flair der ehemaligen Glockengießerei Oberascher. Die Industriearchitektur bildete die Klammer für die individuellen Neu- und Umbauten mehrerer Architektenteams, welche mit der Bausubstanz kommunizieren und neue Identitäten transportieren.
Frei in die Stahlbetontragstruktur der alten „Gradierungshalle“ integrierte hobby a. die Ausstellungs- und Bürobox. Abgewrackt bis auf die Stahlbetonstruktur dient diese dem neuen Baukörper als primäres Tragsystem, in das die vom Boden abgehobene Box aus Holztafelelementen mit stirnseitigen Verglasungen eingehängt wurde. Eine halböffentliche, z.T. überdeckte Platzsituation vor dem Haupteingang wurde durch das Abrücken des unteren Baukörpers nach Südosten erzielt. (IAS)
Architektur: Fritz Lorenz (2008)
BauherrIn: Stadt Salzburg Immobilien GmbH
Zugänglichkeit: öffentlich
Erreichbarkeit: Haltestelle Mönchsbergaufzug
Buslinien 1, 4, 8, 22 und 28
Haltestelle Hanuschplatz
Buslinien 20, 21, 24 und 27
Haltestelle Mülln-Altstadt dann 10min Fußweg
S-Bahn Linie S3
Besuch im Café und Museum, Blick vom verglasten Stiegenhaus auf die Salzach und den Vorplatz des Museums
Das Haus der Natur, untergebracht im1699-1726 errichteten Ursulinenkloster Fischers von Erlach, erhielt 2009 zusätzliche Ausstellungsflächen im ehemaligen Museum C. A. aus dem Jahr 1963. Dazu wurden die beiden überaus unterschiedlichen Häuser über eine interne Verbindung und ein neues vollständig verglastes Stiegenhaus mit integriertem Aufzug miteinander verknüpft. Auffälligster Blickfang der Neugestaltung ist ein in geradezu barocken Formen gehaltenes Foyer aus einer frei geformten Betonskulptur mit begehbarer Dachterrasse.
Fritz Lorenz hat entgegen der Empfehlung von Vorstudien den Platz vor der Fassade des Klosters nicht frei gelassen. Der objektive Verlust von Raum, wird durch die funktionelle Bereicherung des Stadtraums aber mehr als kompensiert. (IAS)
Blick von den Dachterrassen auf das Areal, Blick von den Besprechungsboxen ins Grüne
Die Loft-Büros, geplant von Tom Lechner (lp architektur), sind Teil der „Gusswerk Eventfabrik“, die den unverwechselbaren Charakter der stillgelegten Glockengießerei Oberascher nutzt und gleichzeitig als Sinnbild des Übergangs vom Industriezeitalter zur postindustriellen Gesellschaft gedeutet werden kann.
lp architektur rhythmisierte den 115 Meter langen Baukörper durch eingeschnittene Dachterrassen sowie Außentreppen und sicherte den rohen Industriecharakter mit Cortenstahl, Sichtbetonwänden, Ortbetontreppen und unverputzten Betonsteinwänden. Das Gebäude partizipiert am angrenzenden Waldstreifen und definiert einen Straßenraum, an dessen Südende am Rande eines Platzes Lechner auch den Büroturm setzte. (IAS)
Der in Stahlbau ausgeführte dreigeschossige Wohnturm wurde auf die ehemalige Werkstätte aufgesetzt, welche vom planenden Architektenehepaar bereits seit mehr als einem Jahrzehnt als Büro genutzt wird. Die Lechners erfüllten sich auf dem 146 m² Grundstück den Traum vom autarken, urbanen Leben und Arbeiten.
Das Haus setzt mit seinen großzügigen Fassadenöffnungen in der Altstadt auf Kontrast, passt sich aber gleichzeitig mit seiner Oberfläche aus Kalkputz an die umgebenden Häuser an. Jedes Geschoß hat seine Bestimmung, die mit zunehmender Höhe umso privater ausfällt.
Dass im Kellergeschoß neben der hauseigenen Kläranlage samt Trinkwasser-Rückgewinnung ein direkt belichtetes Schwimmbecken Platz findet, grenzt schon an ein Wunder. (IAS)
Erreichbarkeit: Haltestelle Reichenhaller Straße
Buslinien 1,8 und 22
Unter der beeindruckenden, rund 50 m senkrecht aufragenden Felswand des Rainbergs liegt als Kontrast der fragile Glasbau-Würfel. Das Volumen ist hart an den Fels gesetzt und hat an der verschatteten Südseite, ein verglastes Stiegenhaus und einen Lift, die die Felswand zum Erlebnis machen sowie eine massive Außenwand, die selektive Blicke zum Rainberg freigibt.
Der viergeschossige Bau enthält im etwas höheren Erdgeschoss eine Kunstgalerie, in den übrigen Geschossen Büros.
In die bündige Stahl-Glasfassade, mit regalartig gestalteten Brüstungszonen aus Eichenholz, sind die Metallelemente der Fensterflügel rhythmisch eingebunden. Diese äußere Gliederung bildet die innere Struktur ab, in der im Abstand von 1,25 m Bürotrennwände eingefügt werden können. (IAS)
Architektur: Hansjürg Zeitler (2004)
BauherrIn: BIG
Zugänglichkeit: öffentlich
Erreichbarkeit: Haltestelle Justizgebäude
Buslinien 5 und 25
Haltestelle Künstlerhaus
Buslinien 3, 6 und 8
Das auf Anregung des Gestaltungsbeirats aus einem Gutachterverfahren mit internationaler Beteiligung siegreiche Projekt, hat drei Schulen (BGN, WRG und BORG) entflochten und substanziell weiter entwickelt. 40 Jahre zuvor hatten Wilhelm Hubatsch und Hans Riedl die Klassentrakte an die ruhige Allee gerückt und den Pausenhof an die damals noch kaum befahrene Hellbrunner Straße gelegt. Dort platzierte Zeitler nun die Turnhallen als begleitender Schallschutzmauer, welche unterirdisch von allen Schulen zugänglich sind und deren begehbare Dächer Teil des attraktiven Pausenhofs wurden. Vergrößerte Foyers, im Bestand ergänzte Klassentrakte, großzügig breite, helle Aufenthaltsbereiche und das ausgebaute Dachgeschoss sind auf besonnene Art und Weise im Bestand harmonisch eingefügt. Alle Schulen nutzen die Bibliothek und die Gemeinschaftsräume im mehrgeschossigen Annexbau. (IAS)
Für Doris und Ralph Thut sind weder die materiellen Werte der Baustruktur, noch deren ästhetische Gestaltung qualitätsbildend, sondern der „Grad an räumlicher Organisation“. Die Kammstruktur der Wohnanlage bietet halböffentliche und öffentliche Bereiche und sichert dennoch die Privatsphäre in den 77 geförderten Einheiten. So finden sich am zur Straße orientierten, überdachten Vorplatz Gemeinschaftseinrichtungen wie Waschraum und Fahrradständer. Über Stiegen an einer gemeinschaftlichen Terrasse vorbei erschließen breite, teilweise als Balkon genutzte Laubengänge die drei Wohnzeilen mit Maisonetten mit geräumigen Dachterrassen. Die Wohnhöfe werden durch eine Wegachse verbunden, während sich attraktive Freiräume und ein Spielplatz zum angrenzenden Grüngürtel öffnen. (IAS)
Georg W. Reinbergs Wohnanlage mit 61 Wohnungen ist einer der Vorreiter für energieoptimiertes Bauen in Salzburg. Symbolisiert wird das Thema mit dem markanten 100.000 Liter-Speicher beim Entrée zur Siedlung. Die vier südorientierten, jeweils unterschiedlich gestalteten Zeilen öffnen sich im Westen zur Moorlandschaft und sind für die passive Solarnutzung optimiert. Am Dach der nördlichsten Zeile befindet sich eine 410 m2 Kollektorfläche, die ein Drittel der Energie für Heizung und Warmwasser liefert. Die Restwärme wird mit einem Gasbrennwertkessel erzeugt. Zudem setzte man auf kontrollierte Wohnraumlüftung mit im Wintergarten vorgewärmter Luft, Grasdächer zur Regenwasserrückhaltung, Sickermulden, Eigenkompostierung und hohe Wärmedämmung. (IAS)
Zugänglichkeit: Halböffentlich, Milchladen von 6.30-15 Uhr
Erreichbarkeit: Haltestelle "Erzherzog Eugen Straße"
Buslinie 6
Fahren Sie mit der Lokalbahn vorbei!
Der Neubau des Hochregallagers für den wachsenden Molkereibetrieb ist ein städtebauliches und logistisches Bravourstück. Errichtet wurde das Objekt auf einer Freifläche, die durch den neuen Trassenverlauf der Schillerstraße entstand. Durch die konvexe, teiltransparente Fassade aus Aluminium – gestaltet vom Künstler Peter Sandbichler – gelingt es spielerisch die enorme Dimension des Gebäudes zu verbergen. Kernpunkt des Konzeptes war es, Signale der Aufgeschlossenheit und Transparenz nach außen zu senden und dennoch die lärm- und geruchsintensiven Produktionsabläufe von der Umgebung abzuschirmen. (IAS)
Eingebettet in ein städtisches Umfeld aus Universität, Alleebäumen und Eschenbach ist ein Haus für Senioren mit 39 Wohneinheiten entstanden. Der bestehende Lindenbaum bildet dabei den gestalterischen Mittelpunkt der Anlage. Alle Appartements (15 Zwei- und 24 Einzimmerwohnungen) sind barrierefrei, rollstuhlgerecht und pflegetauglich.
Die großzügigen Innen- und Außenräume sind qualitativ hochwertig gestaltet und ausgeführt. Das Haus ist in Passivbauweise errichtet und sowohl ökologisch als auch hinsichtlich der Betriebskosten optimiert.
(IAS)
Architektur: Harry Dobrzanski, Hannes Krauss (2004-2006)
BauherrIn: Stadt Salzburg, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Amt der Salzburger Landesrtegierung, Fachabteilung Wasserwirtschaft
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen laden bereits zum Verweilen auf den Holzplattformen ein!
Die Stadtgemeinde entwickelte für den Elisabethkai ein alternatives Konzept, das den geforderten Hochwasserschutz mit einer durchdachten Gestaltung des öffentlichen Raums verbindet. Die bis zu 80 cm hohen Schutzwände sind immer wieder unterbrochen, werden zwischen dem alten Baumbestand am Kai vor- und zurückspringend geführt, sodass eine harte Uferkante vermieden wurde. Die charakteristische, landschaftliche Anmutung des Flussraums, der sich als grünes Band durch die Stadt zieht, konnte so erhalten werden. (IAS)
BauherrIn: Stadt Salzburg, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Amt der Salzburger Landesrtegierung, Fachabteilung Wasserwirtschaft
Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen laden bereits zum Verweilen auf den Holzplattformen ein!
Architektur: HALLE 1 (2002-2009)
BauherrIn: ÖBB-Infrastruktur Bau AG
Zugänglichkeit: öffentlich
Erreichbarkeit: Haltestelle "Mülln"
S-Bahn
Gehen Sie zu Fuß über die Brücke!
Der Neubau der Eisenbahnbrücke wurde durch die Errichtung eines zusätzlichen Gleiskörpers für die neue S-Bahntrasse erforderlich. Die fischbauchartigen Körper der Zwillingsbrücke sowie das dritte Gleis für die S-Bahntrasse ruhen auf eigenen, Brückenpfeilern mit ellipsenförmigen Querschnitten. Zwischen den beiden Brückenelementen ist ein Fußgängersteg als zusätzliche Verbindung zwischen dem Stadtteil Mülln und dem rechten Flussufer eingehängt.
Die plastisch geformten Elemente wie Pfeiler, Widerlager, Tragstruktur und Brüstung verleihen der Brücke einen kraftvoll-dynamischen Charakter. Sie wirkt körperhaft, kräftig, zugleich aber weich und fließend. Die großzügigen Spannweiten mit den distant zum Ufer gesetzten Landpfeilern geben dem Flussbett Raum, der kontinuierliche Verlauf der Uferböschungen bleibt sichtbar.
(IAS)
Als der landeseigene Energieversorger SAFE ein neues, zentrales Verwaltungsgebäude, das sämtliche im Laufe der Zeit entstandenen Standorte in sich vereinen sollte, boten Umlandgemeinden günstige Grundstücke an. Wilhelm Holzbauer rettete das Projekt für die Stadt nicht zuletzt mit dem Schachzug, einen Teil des Grundstücks als Stadtteilpark zu reservieren, sodass ohne Anrainerproteste das Vorhaben in Rekordzeit umgesetzt werden konnte.
Das mächtige dreigeschoßige rund 100 mal 100 m messende Gebäude ist an der Südecke aufgebrochen. Der Vierkanter wird über die aus Glasbausteinen gefügte Rotunde erschlossen. Diese und andere sehr üppige Gestaltungselemente, wie Wasserbecken und künstlicher Wasserfall im Außenraum, stehen die überaus ökonomischen Grundrisse der Bürotrakte gegenüber. (IAS)
Erreichbarkeit: Haltestelle "Valkenauerstraße" oder "Ursulinen"
Buslinie 7
Die Wohnanlage Sonnenpark liegt am Rande eines der letzten großen Grünräume im Süden Salzburgs. Daher war es der Stadt ein Anliegen, dass hier ein energieeffizientes, architektonisch anspruchsvolles Projekt umgesetzt wird. Sechs abgetreppte, mit der Stirnseite zum Grünraum gerichtete Baukörper bilden einen signifikanten Blickfang. Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung aller Wohnungen, ein aus Biomasse gespeisten Fernwärmeanschluss und die Nutzung des passiven Wärmeeintrags bilden ein optimiertes energetisches Paket. Ein weiterer Pluspunkt: Die Renaturierung des Fagerbaches. (IAS)