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01   Lehrbauhof

Moosstrasse 197
5020 Salzburg

Architektur: Michael Alder (1986-1989)
BauherrIn: Landesinnung der Baugewerbe

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Lehrbauhof"
Buslinie 21

Der Lehrbauhof, ein Unterrichts- und Werkstättengebäude für die Ausbildung von Baumeistern und Zimmerern, war und ist eines der architektonisch wichtigen Projekte der Architekturreform. Am südlichen Rand der Stadt mitten im Moorgebiet gelegen - allerdings in Nähe zur Autobahn - begleitet der Klassentrakt diese mit einem feinen Schwung. Nach Norden reihen sich an den Erschließungsgang die von oben belichteten Hallen für die praktische Arbeit. Die Materialien sind roh, aber mit Schweizer Präzision verarbeitet und wirken auch in diesem Jahrhundert frisch und unverbraucht.
© Andrew Phelps 
 
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02   Wohnanlage Ratsbriefstraße

Ratsbriefstraße 3-23
5020 Salzburg

Architektur: Helmuth Freund (1989)
BauherrIn: GSWB

Zugänglichkeit: nur außen

Erreichbarkeit: Haltestelle "Baron-Schwarz-Park"
Buslinien 21, 120
dann ca. 8-10 Minuten zu Fuß

Direkt am wunderschönen Baron-Schwarz-Park liegt der Komplex der Heinrich-Salfenauer-Volksschule mit Kindergarten (1979) von Gerhard, Engelbert und Hertha A. Zobl. Die Anlage wurde 2010 leider unsachgemäß saniert.

Die Reihenhausanlage mit elf Einheiten gliedert sich in eine Gruppe von sechs und eine von fünf Häusern, die durch ihre markante Südfront einen unverwechselbaren Charakter erhalten. Helmuth Freund, dessen hohes Maß an Erfahrung im Wohnbau hier zum Tragen kommt, hat lange vor dem Sonnenkollektoren-Boom und zu einer Zeit als so mancher beim Zeichnen von Säulchen nicht genug bekommen konnte, ein Statement für solares Bauen gesetzt. Die im Schnitt stark gegliederten Reihenhäuser bieten ein hohes Maß an individuell nutzbaren (Frei-)räumen, Wintergarten inklusive; über einen Lichthof im 1. OG werden die rückwärtigen Wohnräume, und der darunter liegende Erdgeschossbereich optimal belichtet. (IAS)
© Fritz Lorber 
 
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03   Ungebautes Salzburg: Guggenheim-Museum

Mönchsberg
5020 Salzburg

Architektur: Hans Hollein

Erreichbarkeit: Haltestelle "Mönchsbergaufzug", Buslinien 1, 4, 7, 8, 20, 21, 22, 24, 27, 28

1989 gewann Hans Hollein den vielleicht spektakulärsten jemals in Salzburg durchgeführten Wettbewerb. Herzstück des beeindruckenden Entwurfs ist ein aus dem Fels geschürfter, zum Plateau des Mönchsbergs sich trichterförmig weitender Raum, der von einer flachen, gläsernen Kuppel überwölbt wird. Auf der Ebene des Mönchsberg-Plateaus sollte zudem in einer natürlichen Senke eine lanzettförmige Ausstellungshalle entstehen. Die Idee scheiterte nicht zuletzt an der Uneinigkeit der Salzburger Politik und gilt heute noch vielen als die verspielte Chance schlechthin. Die Debatte in Salzburg bereitete schließlich den Boden für das Frank O. Gehry-Projekt in Bilbao, dessen Erfolg seitdem als „Bilbao-Effekt“ in unseren Wortschatz Eingang gefunden hat. (IAS)
© Jan Oechler 
 
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04   Hans Sachshof

Hans-Sachs-Gasse 5
5020 Salzburg

Architektur: Diener & Diener Architekten (1986-1988)
BauherrIn: Wohnungseigentumsbau - WEB

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Gaswerkgasse"
Buslinien 1,2,7,8

Der zweite große Wohnbau in der Ära des Gestaltungsbeirats nach der Forellenwegsiedlung, diesmal in dem bereits dicht bebauten Stadtteil Lehen. Die Bebauung reagiert sowohl auf die Blockrandbebauung der Gründerzeit im Süden, als auch auf die offenen und unterschiedlich großen Wohnbauten im Norden. Zwischen zwei viel befahrenen Straßen gelegen, ist die Wohnqualität vor allem durch den ruhigen Innenhof erreicht worden, in den sich die Wohnungen mittels Balkonen öffnen.
Fotograf nicht bekannt 
 
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05   Universität Salzburg / Naturwissenschaftliche Fakultät

Hellbrunner Straße 34
5020 Salzburg

Architektur: Wilhelm Holzbauer, Georg Ladstätter, Heinz Marschalek, Heinz Ekhart, Stefan K. Hübner (1973-1986)
BauherrIn: Republik Österreich

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Faistauergasse"
Buslinien 3, 8, 28

Der politische Kampf um die Neuplanung der Universität Salzburg und die Errichtung der "NaWi" geht historisch gesehen, der Gründung des Gestaltungsbeirats voraus. Die Architekten bezogen Anregungen für den Bau aus den Planungsprinzipien der Altstadt mit ihren Gassen, Höfen und Durchgängen. Charakteristisch ist das als Rückgrat fungierende, lang gezogene, direkt belichtete Atrium. An ihm sind die Hoftrakte für die Institute auf der einen Seite und die Hörsäle auf der anderen Seite angereiht. Großes Augenmerk wurde auch auf die Verzahnung mit der Landschaft im Westen gelegt, Freitreppen, Teiche, Nutzgärten und ein Freilufttheater bieten hohe Nutzungsqualität.
© Michael Klock 
 
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06   Ungebautes Salzburg: Casino Winkler, Umbau und Erweiterung

Mönchsberg 32
5020 Salzburg

Architektur: Álvaro Siza Vieira

Erreichbarkeit: Haltestelle "Mönchsbergaufzug", Buslinien 1, 4, 7, 8, 20, 21, 22, 24, 27, 28

Beim Wettbewerb zur Erweiterung des Casinos Winkler tagte das Preisgericht öffentlich. Jeder Bürger, so die Maxime, sollte erleben können, wie die geladenen Architekten argumentierten und die Juroren urteilten. Sizas Siegerprojekt wurde jedoch rasch zum Spielball politischer Interessen. Für die einen war sein Entwurf mit der Inszenierung eines Wegs – ausgehend von der Gstättengasse über einen Panoramalift, der auf eine Aussichtsplattform auf dem Mönchsberg führt – an Poesie nicht zu überbieten. Die konservativen Kräfte sahen das grundsätzlich anders, und zwar als inakzeptablen Anschlag auf das Stadtbild. In dieser Auseinandersetzung zog Siza den Kürzeren. Das Projekt für die Erweiterung des Casinos am Mönchsberg war damit Geschichte, das Spielcasino befindet sich heute im Schloss Kleßheim und anstelle des Cafés steht das Museum der Moderne Salzburg. (IAS)
© Álvaro Siza 
 
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07   Ungebautes Salzburg: Wohnbebauung Bärengässchen

Bärengässchen
5020 Salzburg

Architektur: Lankmayer / Schmidt

Erreichbarkeit: Haltestelle „Bärenwirt“, Buslinien 7,8, 20, 21, 22, 24, 27, 28

Mitte der 1980er-Jahre sollte in der Altstadt von Salzburg erstmals ein „moderner“ Neubau entstehen, der sich nicht historisierend der Umgebung anpasst. Anfangs in den Medien hoch gelobt, wendete sich das Blatt rasch. Planungsstadtrat Johannes Voggenhuber sprach sogar „von der besten bisher in der Salzburger Altstadt vorgelegten Planung“, während Gemeinderat Herbert Fux eine Grundsatzdebatte entfachte und erklärte, dass „Neubauten im Altstadtbereich – ungeachtet ihrer architektonischen Qualität – unpassend seien und damit per se dem Fremdenverkehr schaden“. Das Bauvorhaben mit zwölf Wohnungen brachte der politische Widerstand schlussendlich zu Fall. Schließlich kaufte die Stadt das Areal und widmete es in Grünland. Die Vereitelung des Projekts war ein Signal gegen die Altstadt als Wohnraum und bestärkte den Tourismus als beherrschenden Wirtschaftsfaktor. (IAS)
© LASCH – Wilhelm Lankmayer / Hans Schmidt 
 
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08   Ungebautes Salzburg: Hotel in der Riedenburg

Neutorstraße 21
5020 Salzburg

Architektur: Eduardo Souto de Moura

Erreichbarkeit: Haltestelle "Reichenhallerstraße", Buslinien 1, 4, 10, 22

Nachdem der Plan, eine Zentralgarage auf dem Ford-Schmidt-Gelände zu errichten, von einer Bürgerinitiative verhindert wurde, wollte man das Areal an einen Hotelbetreiber veräußern. Das Siegerprojekt des Wettbewerbs blieb – wie so oft – auf der Strecke. Jahre später schildert der portugiesische Architekt Eduardo Souto de Moura seine Erfahrungen: „ [...] Dann wurde dieses Projekt geändert, ohne mein Wissen, und nachdem ich davon erfahren hatte, führte ich einen Prozeß vor Gericht. [...] Ich fand dieses Verfahren sehr seltsam in einem zivilisierten Land wie Österreich, und es befremdete mich, wie man mich behandelte.“ Die Kränkung, die aus diesem Text spricht, zeigt auch, wie Salzburg seinen Ruf beschädigt. (IAS)
© Eduardo Souto de Moura 
 
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09   Josef Brunauer Tagungs- und Stadthotel

Elisabethstraße 45a
5020 Salzburg

Architektur: Gerhard Zobl (1980)
BauherrIn: Kammer für Arbeiter und Angestellte

Zugänglichkeit: halböffentlich

Erreichbarkeit: Ca. 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Haltestelle "Erzherzog-Eugen-Straße"
Buslinie 6

Die kaskadenartige, stark gegliederte drei- bis viergeschossige Anlage diente ursprünglich als Mädchenwohnheim, Jugend- und Veranstaltungszentrum. Heute wird das Haus als Kongresshotel genutzt. Aus einem strengen Raster heraus entwickelt, erfolgt der Dialog mit der Stadt nicht durch Übernahme oder Antizipation verwandter, sondern durch Verwendung elementarer Formen. Das bestimmende Maß ist ein ans Quadrat angenähertes Modul, das in der Form der Loggien, der Brüstungen, der Deckenstrukturen und der Einrichtung wiederkehrt. Das Objekt steht an einer epochalen Schwelle, knapp bevor die Irrungen der Postmoderne Salzburg heimsuchten. Eine geplante Erweiterung für ein Knabenheim kam nie zur Ausführung (IAS).
© Gerhard Zobl 
 
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