Meine Auswahl
Touren
ArchitektInnen
Funktionen
Chronologie
Impressum


Karte einblenden

Wo Salzburg wohnt - Ausflug in den Nordwesten Salzburgs
Wer sagt in Salzburg sei alles auf den Tourismus ausgerichtet, der kennt Lehen, Liefering und Taxham nicht. Wer also die Stadt jenseits der touristischen Schokoladenseite kennenlernen möchte, dem sei ein Ausflug in diesen Stadtquadranten empfohlen.
Lehen war in den Jahrzehnten nach 1945 geradezu das Exerzierfeld des sozialen Wohnbaues. Das Lehener Hochhaus (1959, Architekt Karl S. Huber), die großformatigen Wohnblocks aus den 1960ern (z.B. Josef Becvar, 1963 an der Ignaz-Harrer-Straße/Schumacherstraße), das Laubengang- (1964) und das Wohnhochhaus (1971) von Gerhard Garstenauer sind dafür markante Beispiele. Mit den 1980 Jahren schließlich dringt das Thema der Stadtreparatur und der Nachverdichtung mit der Wohnanlage Hans-Sachs-Hof in Lehen ein. Spektakulär ist der Versuch mit der „Neue Mitte Lehen“, dem Stadtteil eine städtebauliche und kulturelle Mitte, die auch über den Stadtteil hinaus wirken soll, zu verleihen. Mit der Fertigstellung der Bebauung auf dem Stadtwerkareals (2014), auf dem neben Wohnbauten, Forschungseinrichtungen, Galerien und Bildungseinrichtungen situiert werden, wird ein weiterer Baustein im Prozess der städtischen Re-Definition Lehens realisiert.
Der Stadt-Trabant Taxham entstand ab Mitte der 1950er Jahre und gab zigtausenden Flüchtlingen, die bis dahin unter desolaten Verhältnissen in riesigen Barackelagern gelebt hatten, eine feste Bleibe. Der Europark (I 1997, Erweiterung 2005) von Massimiliano Fuksas, weltweit das erfolgreichste Einkaufszentrum, befindet sich ebenfalls hier. Der sehenswerte Kinder- und Jugendhort Taxham von Flöckner/Schnöll und das Kinder- und Jugendhaus Lieferung von Forsthuber-Scheithauer Architekten, sind Bauten für die Jungend von internationalem Format. Im Norden Lieferings liegt auch die bekannte Wohnanlage „Forellenweg“, die unter dem Initiator des Gestaltungsbeirats – Stadtrat Johannes Voggenhuber – zum Vorzeigeprojekt für die Entwicklung der „Europäischen Stadt“ hätte werden sollen.
01   Neue Mitte Lehen

Schumacherstraße 14, Tulpenstraße 1
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1 (2008)
BauherrIn: UBM, Nutzer Stadtbibliothek: Stadt Salzburg, Genossenschaft "die Salzburg"

Zugänglichkeit: Halböffentlich. BT West: Stadtbibliothek Mo, Do, Fr: 10-18 Uhr, Die, Mi: 15-19 Uhr, Sa: 10- 15 Uhr, BT Ost Veranstaltungssaal „Tri:Bühne Lehen“, Seniorentreff

Erreichbarkeit: Haltestelle "Neue Mitte Lehen"
Buslinie 10
Haltestelle "Esshaverstraße"
Buslinie 2, 4, 24

Besuchen Sie die Stadtbibliothek und blicken Sie auf den neuen Spar und Umgebung!

Das Projekt Neue Mitte Lehen ist ein dominantes Stück Architektur, das stadträumlich dem Quartier eine völlig neue Identität verleiht. Der Bauteil West enthält die neue Stadtbibliothek, Geschäfte und die Panoramabar. Im Bauteil Ost wurden 48 Mietwohnungen, ein Seniorentreff, ein Veranstaltungssaal und eine Catering-Einrichtung mit Ausbildungsstätte für behinderte Menschen realisiert. Die Gesamtanlage ist eine Reminiszenz an das ehemalige Stadion Lehen, bei der die einstige Spielfläche zur grünen Mitte des Stadtteils wird und gleichzeitig die Erinnerung an die Fußballarena bewahrt. Überragt wird die Anlage von einem schrägen Turm mit einer Panoramabar, die auch als zeichenhafte Unterstützung dieser Erinnerung zu werten sind. (IAS)
© Gebhard Sengmüller 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

02   Wohn- und Geschäftshaus @fallnhauser

Ignaz-Harrer-Straße 36-38
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1 (1999-2006)
BauherrIn: Die "SALZBURG"

Zugänglichkeit: von außen

Erreichbarkeit: Haltestelle "Roseggerstraße"
Buslinie 2

Besichtigen Sie das Haus auch von der Rückseite (Hans-Sachs-Gasse)!

Das Wohn- und Geschäftshaus fügt sich in die spätgründerzeitliche Blockrandbebauung an der Ignaz-Harrer-Straße ein. Die Anlage besteht aus drei Objekten, wobei nur zwei, der leicht nach innen geknickte Trakt an der Ignaz-Harrer-Straße und der Hoftrakt, direkt zusammenhängen. Der dritte Bauteil an der Alois-Stockinger-Straße ist durch ein bestehendes Gebäude im Block getrennt. Mit einer zweischaligen, gläsernen Fassade erweckt das Objekt an der verkehrsbelasteten Hauptstraße die Anmutung eines städtischen Geschäftshauses. Das nordsüdorientierte „Hofhaus” enthält klassische Split-Level-Wohnungen. Der Bauteil an der Stockinger-Straße mit seinen bildet geschwungen Balkonen eine weiche Übergangszone zu den Wohnblocks im Norden.(IAS)
© Gebhard Sengmüller 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

03   Studentenwohnheim Stadtwerk Lehen

Gaswerkgasse 11
5020 Salzburg

Architektur: Thomas Forsthuber, Christoph Scheithauer (2007-2011)
BauherrIn: Heimat Österreich

Zugänglichkeit: Halböffentlich

Erreichbarkeit: Haltestelle „Stadtwerk Lehen“, Buslinie 8 und 24

Das Studentenheim an der Gaswerkgasse war das erste Bauwerk, welches im Kontext der Überbauung des ehemaligen Stadtwerke-Areals in Lehen fertig gestellt wurde. Die Geschäftsflächen im Erdgeschoß sind leider bislang nicht vermietet, in den darüber liegenden sechs Geschoßen ist ein Studentenheim mit 97 Appartements untergebracht. Mit seiner skulpturalen Ausformung bildet es den markanten Eckpunkt des Boulevards, der das Areal aufschließt. Das Studentenheim ist so organisiert, dass die aneinander gegenüberliegenden Zimmer jeweils um ein halbes Geschoß versetzt sind. Die Verbindung dieser gegenüberliegenden Zimmergruppen erfolgt über großzügige Sitzstufenanlagen, kleinere Stiegen und das vom 1. Obergeschoß bis zum Dach durchgesteckte Atrium.(IAS)
© Herman Seidl 
 
    Abbildung

04   Paracelsus Medizinische Privatuniversität

Strubergasse 22
5020 Salzburg Salzburg

Architektur: Berger Parkkinen (2008-2013)
BauherrIn: Paracelsus Medizinische Privatuniversität - Privatstiftung

Zugänglichkeit: halböffentlich

Erreichbarkeit: Haltestelle „Roseggerstraße“, Buslinie 2
Haltestelle „Gaswerkgasse“, Buslinie 1, 2, 7, 8
Haltestelle „Strubergasse“, Buslinie 7, 8

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität ist eine von drei fertiggestellten Neubauten im gewerblich genutzten Teil des Stadtwerk Lehen. Das Gebäude teilt sich in zwei Körper, die über ein transparentes Atrium miteinander verbunden sind. Die Sockelzone öffnet sich zum Campus hin und beinhaltet u.a. einen Multifunktionssaal und eine Lernlounge. Die Eingangshalle im Mittelteil, der „Marktplatz des Wissens“, kann für diverse Feierlichkeiten genutzt werden. In den Obergeschoßen befinden sich medizinische Simulationsräume, Hörsäle, Büros und Laborräume, einer davon wird als Reinraumlabor genutzt. Es stellt das Herzstück des Forschungszentrums für Querschnitts- und Geweberegeneration dar. (IAS)
© Berger + Parkkinen 
 
    Abbildung

05   Hochhaus Stadtwerke, Revitalisierung

Strubergasse 26
5020 Salzburg

Architektur: Riepl Riepl Architekten (2013)
BauherrIn: PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle „Strubergasse“ und „Stadtwerk Lehen“, Linie 8, 10, 20, 21, 24, 27, 27

Durch die Fusion der Salzburger Stadtwerke mit dem Landesenergie-versorger „SAFE“ zur Salzburg AG im Jahr 2000, verlor das Verwaltungs-gebäude seine Funktion. Im nun neu bebauten Stadtwerkareal bildet das Hochhaus (E: Erich Horvath/Josef Hawranek, 1968) mit seinen horizontalen Fensterbändern und den hell durchlaufenden Parapeten mehr architektonische Qualität als so mancher Neubau auf dem Areal. Die mächtigen, marmorierten Beton-Fertigteile an der Fassade wurden restauriert und neue großformatige Verglasungen stärken die Eleganz des Hauses. Die Dachzone wurde um ein zurückgesetztes Geschoß erhöht, neu geordnet und nutzbar gemacht. Im Inneren ist das architektonische Konzept von Riepl Riepl in kaum auffindbaren Ansätzen verwirklicht.(IAS)
© Otto Hainzl 
 
    Abbildung

06   Stadtwerk Lehen Wohnteil

Strubergasse 26
5020 Salzburg

Architektur: transparadiso, Dietmar Feichtinger, Bernd Vlay, Thomas Forsthuber, Christoph Scheithauer (2012)
BauherrIn: GSWB, Heimat Österreich, Stadt Salzburg Immobilien GmbH, Galerie Fotohof

Besuchen Sie die Galerie der Stadt Salzburg und die Galerie Fotohof.

Das Stadtwerkareal in Lehen galt als typisch innerstädtische Branche, wie sie das postindustrielle Zeitalter hervorbrachte. Im 19. Jahrhundert wurde hier das städtische Gaswerk situiert, im 1968 errichteten Hochhaus (E: E. Horvath/J. Hawranek) befand sich die Verwaltung des städtischen Energieversorgers, der 2000 mit dem Landesenergieversorger fusionierte, sodass das Gesamtareal zur Neubebauung frei wurde. Der Masterplan hierfür stammt von Max Rieder, die städtebauliche Feinstruktur des nördlichen Abschnittes mit rund 289 Wohnungen resultiert aus einem mehrstufigen Wettbewerb, den das Wiener Büro transparadiso für sich entschied. Der südliche Teil des Areals wird gewerblich genutzt. In den Sockelzonen der Wohntrakte der einzelnen Bauteile, die durch Baulose an verschiedene Architekturbüros übertragen wurden, sind als gezielter Impuls für das kulturelle und öffentliche Leben der Quartiere insgesamt zwei Galerien, ein Bewohnerzentrum und der Sozialdienst „Hilfswerk“ untergebracht. Der westlichste von D. Feichtinger geplante Bauteil beherbergt überdies den Kinderhort und – garten Lehen. Der Versuch ein Stück gebaute Stadt mit hoher Dichte zu entwickeln, fand in Salzburg nicht nur Befürworter und so wurde das ambitionierte Experiment zur Zielscheibe der Boulevardpresse.(IAS)
© Andrew Phelps 
 
    Abbildung

07   Hans Sachshof

Hans-Sachs-Gasse 5
5020 Salzburg

Architektur: Diener & Diener (1986-1988)
BauherrIn: Wohnungseigentumsbau - WEB

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Gaswerkgasse"
Buslinien 1,2,7,8

Der zweite große Wohnbau in der Ära des Gestaltungsbeirats nach der Forellenwegsiedlung, diesmal in dem bereits dicht bebauten Stadtteil Lehen. Die Bebauung reagiert sowohl auf die Blockrandbebauung der Gründerzeit im Süden, als auch auf die offenen und unterschiedlich großen Wohnbauten im Norden. Zwischen zwei viel befahrenen Straßen gelegen, ist die Wohnqualität vor allem durch den ruhigen Innenhof erreicht worden, in den sich die Wohnungen mittels Balkonen öffnen.
Fotograf nicht bekannt 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

08   HAK/HASCH I und HAK/HASCH II Salzburg - Generalsanierung und Erweiterung

Johann-Brunauer-Straße 2-4
5020 Salzburg

Architektur: one room huber/meinhart (2003-2007)
BauherrIn: BIG

Der Erweiterungsbau der beiden Schulen schwingt sich mit großer Fernwirkung von Bestand zu Bestand. Er bietet den Schulen städtebaulich architektonische Präsenz an der Salzach. Der neue Trakt wirkt nicht nur durch seinen Innenraum, sondern auch durch die offenen, gedeckten Außenbereiche unter dem Baukörper und durch den entstandenen Innenhof zwischen Neubau und Altbau.
© Konrad Lagger 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

09   Wohnhaus Althofenstraße

Althofenstraße 1
5020 Salzburg

Architektur: Gerhard Garstenauer (1969-1971)

Zugänglichkeit: Haltestelle „Schule Lehen“, Linie 1,7

Erreichbarkeit: privat

Kunst am Bau: Betonrelief Slavi Soucek

Das Wohnhochhaus mit seiner annähernd quadratischen Grundrissform besitzt ein verglastes Eingangsgeschoß über dem insgesamt zehn Wohngeschoße angeordnet sind. Beeindruckend ist wie Garstenauer die gesamte Masse des Wohnturms auf nur sechs pyramidale Betonpfeiler stellt und den Eingangsbereich mit einer zarten, „zerbrechlichen“ Verglasung vom Außenraum abgegrenzt. Die Erschließung erfolgt über zwei Lifte innerhalb eines mittig platzierten Kerns sowie dem an die nördliche Außenwand gesetzten Treppenhaus. Alle bewohnten Räume sind nach Osten, Westen oder Süden orientiert. Die umlaufenden Balkone mit Brüstungen aus Sichtbeton vermitteln das Gefühl der Sicherheit und bilden willkommene Erweiterung ins Freie. Ihre Auskragungen verhindern eine allzu starke Besonnung und ermöglichen auch problemlose Reparaturen an der Fassade. (IAS)
© Bettina Glöckler 
 
    Abbildung

10   Wohnanlage Parklife*

Siebenstätterstraße, Revierstraße, Franz-Martin-Straße
5020 Salzburg

Architektur: Touzimsky Herold & Mehlem (2008-2012)
BauherrIn: Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Salzburg"

Zugänglichkeit: halböffentlich, Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Schule Lehen"
Buslinien 1, 7, 8

In der gegenüberliegenden Scherzhauserfeldsiedlung befand sich im Kellergeschoß das Lebensmittelgeschäft des Karl Podlaha, wo Thomas Bernhard zur Lehre ging.
Vgl.: Harald Waitzbauer: Thomas Bernhard in Salzburg. Alltagsgeschichte einer Provinzstadt 1943-1955.

Das Projekt war Sieger des im Jahr 2003 ausgeschriebenen EUROPAN-7-Wettbewerbs. Nach einem längeren Entwicklungsprozess - auf dem Bauplatz befand sich zu diesem Zeitpunkt noch die Werkstätte eines großen Autohauses - konnte erst 2010 mit der Umsetzung begonnen werden. Die Anlage liegt an der Schnittstelle heterogener Bebauungsstrukturen und setzt in und für Lehen ein markantes architektonisches Zeichen. Während im Osten, im Süden und im Westen in erster Linie großmaßstäbliche Wohnbauten, aber auch eine Schule und Gewerbebauten liegen, befindet sich in Richtung Norden ein Gebiet mit Einfamilienhäusern. Als vermittelndes Element entstand diese aus drei Baukörpern bestehende Stadtfigur, die mit einem gefördertem Mietwohnbau (56 WE), Seniorenwohnhaus samt Tagesstätte, betreutem Wohnen, Verbrauchermarkt, Büro- und Geschäftsflächen sowie einen öffentlichen Park in sozialer Hinsicht eine zentrale Rolle im Stadtteil Lehen übernimmt.(IAS)
© Lukas Schaller 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

11   Mercedes Ersatzteillager

Siebenstädterstraße 46
5020 Salzburg

Architektur: Gerhard Garstenauer (1972)
BauherrIn: Mercedes Benz

Zugänglichkeit: Nur von außen

Erreichbarkeit: Haltestelle „Gaswerkgasse“, Buslinie 1, 2, 7, 8
Haltestelle „Esshaverstraße“, Buslinie 2, 4, 24
Haltestelle „Christian-Doppler-Klinik“, Buslinie 4, 24, 3, 4

Die Konstruktion des Objektes beruht auf einem quadratischen System aus Stahlbetonstützen in Bauwerkshöhe mit eingearbeiteten Konsolen auf Stockwerkshöhe, Fertigteildecken aus Ortbeton und Schalungen aus Großformattafeln. Die markanten abgerundeten Ecktürme wurden in heller Sichtbetonqualität produziert. Die auf die ganze Bauwerkshöhe durchlaufenden Belichtungsstreifen bestehen aus doppelschaligem Gussglasprofilen. „Maßgebend für den architektonischen Entwurf waren der Gedanke der vertikalen Gliederung einer relativ breit gelagerten Baumasse und die Gestaltung der Außenwand als sogenannte Haut“ (Garstenauer). Durch die um die Bauwerksecken herumgeführte Verglasung bleibt die Struktur der Konstruktion sichtbar und spürbar.(IAS)
© Verena Neureiter 
 
    Abbildung

12   Wasserkraftwerk Sohlstufe Lehen

Makartkai
5020 Salzburg

Architektur: maxRIEDER, Erich Wagner (2007-2013)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG

Für Familien mit Kleinkindern ist der renaturierte Glanspitz zu empfehlen!

Das Wasserkraftwerk Sohlstufe an der Salzach inmitten des Stadtgebietes nimmt die Energien und Kraftdynamiken des Wassers als Gestaltungsprinzip auf und liefert Strom für rd. 23.000 Haushalte. Gleichzeitig wird eine öffentliche Platzfläche am Fluss durch die Wehrbrückenausformung für PassantInnen geschaffen, welcher die beiden Stadtteile verbindet. Die ober- und unterwasserseitigen Einbindungen und Ausprägungen von Fischtreppe, Kraftwerksauslauf und Wehr- bzw. Uferpfeilern verstärken den Eindruck eine Skulptur im Flussbett. Durch die Neugestaltung des sog. Glanspitzes wurde dieses Naherholungsgebiet erheblich aufgewertet. Seine Ufer dienen als Spiel- und Rastplätze, laden zum Verweilen ein und bieten eine Vielzahl von Freizeit- und Sportmöglichkeiten für alle Altersgruppen.(IAS)
© Michael Hierner 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

13   Kinder- und Jugendhaus Liefering Süd

Laufenstrasse 43
5020 Salzburg

Architektur: Thomas Forsthuber (1999-2001)
BauherrIn: Verein zur Errichtung des Kinder - u. Jugendhauses

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Bessarabierstraße"
Buslinien 7

Auf einem in dieser Gegend typischen Einfamilienhaus-Grundstück entstand vollflächig eine als Außen- und Innenraum begeh- und bespielbare Skulptur, die Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ernst nimmt. Durch die Komplexität der räumlichen Durchbildung ist dieses Bauwerk in Plänen und Fotos nicht zu vermitteln, man muss es gesehen und erlebt haben.
© Karin Cheng 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

14   Autobahnmeisterei Salzburg

Münchner Bundesstraße
5020 Salzburg

Architektur: marte.marte Architekten (2015)
BauherrIn: ASFINAG

Zugänglichkeit: halböffentlich

Erreichbarkeit: Buslinie 4 „Schmiedingerstraße“

In der Peripherie, zwischen zwei Autobahnanschlüssen und ohne nennenswerte städtebauliche Referenz, entstand die neue Autobahnmeisterei. Vier Baukörper wurden dabei mit den einzelnen Funktionsbereichen um einen großzügigen Innenhof angeordnet. Dieser gewährleistet eine ideale Übersicht innerhalb der Anlage und bietet die Möglichkeit, sie außerhalb der Betriebszeiten zu schließen. Die drei 25 Meter hohen Salzsilos markieren als Landmarken auch das Zentrum der Autobahnmeisterei. „Aus den banalen Ingredienzen einer Nutzanlage wurde eine präzise und erstklassige Anlage gestaltet, mehr noch: ein hochwertiger Platz.“ - befand eine Fachjury und vergab dem Gebäude den Architekturpreis Land Salzburg 2016. (IA)
© Marc Lins Photography 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

15   Wohnbebauung Kapellenweg

Kapellenweg 23, 25, 27, 29
5020 Salzburg

Architektur: Will Lankmayer, Johann Michael Wieser (2008)

Zugänglichkeit: halböffentlich

Erreichbarkeit: Haltestelle „Siebenbürgerstraße“
Buslinie 4

Der Entwurf für diese 24 Wohneinheiten umfassende Wohnanlage ging aus einem 2006 durchgeführten Wettbewerb hervor. Das Siegerprojekt von Wilhelm Lankmayer, Michael Wieser und Walter Cernek verschafft der heterogenen Bebauung entlang des Kapellenweges ein straffes Rückgrat. Der in fünf Einzelbaukörper aufgelöste dreigeschoßige Wohnbau wird vom Kapellenweg aus erschlossen, wobei das Erdgeschoß durch einen Niveausprung von rd. 50 cm gegenüber der Straßenebene herausgehoben ist. Rampen, Podeste und weit auskragende Vordächer gliedern die Fassade und schaffen einen räumlichen Filter zur Straße. Noch stärker – und dennoch durch verputzte Rahmen zu einheitlichen Flächen verbunden – ist die plastische Durchwirkung der Baukörper an der nach Süden orientierten Gartenfassade mit ihren höchst attraktiven Freibereiche in Form von Vorgärten, Terrassen, Balkons und Loggien. (IAS)
© Stefan Zenzmaier 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

16   Einkaufszentrum Europark

Europastrasse 1
5020 Salzburg

Architektur: Massimiliano Fuksas (1994-1997)
BauherrIn: SPAR

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Europark"
Buslinien 1,20,28,34

Durch anhaltende Kritik des Gestaltungsbeirates an den vorgelegten Plänen, sahen sich die Betreiber gezwungen ein Gutachterverfahren auszuloben. Fuksas gewann mit einem Konzept, das laut seinen Aussagen die Prinzipien der Salzburger Altstadt nach „indoors“ verpflanzte. In der Realisation wurde vieles wirtschaftlich optimiert, großzügige, abwechslungsreiche und natürlich belichtete Mallflächen blieben dennoch erhalten. Auch die, von einer spektakulären Freiluftrampe erschlossene Parkierungsfläche am Dach und die großzügig dimensionierte, übersichtliche und helle Tiefgarage. Die KundInnen dankten all das mit dem höchsten Quadratmeter-Umsatz weit und breit.
© Phillipe Ruault 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

17   Einkaufszentrum Europark - Erweiterung

Europastraße 1
5020 Salzburg

Architektur: Massimiliano Fuksas (2005)
BauherrIn: SPAR

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltstelle "Europark"
Buslinien 1,20,28,34

Der Europark I war nach einigen Jahren bereits zu klein geworden. Massimiliano Fuksas gelang das Kunststück, dem markanten Ursprungsbau einen ebenso markanten Neubau anzusetzen, der einerseits innen wie außen mit dem Bestand verschmilzt und andererseits gänzlich anderes Raumerleben bietet: gerundete Plazas und großzügige von oben belichtete Aufweitungen. Die KundInnen danken es mit ungebrochen hohen Umsätzen.
© Angelo Kaunat 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

18   Kinder- und Jugendhort

Otto von Lilienthalstrasse 1
5020 Salzburg

Architektur: maria flöckner und hermann schnöll (1998-2000)
BauherrIn: Stadt Salzburg

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Peter-Pfenninger-Straße"
Buslinien 1,28

Die Schulen, die in der ehemaligen Trabantensiedlung Taxham errichtet wurden, liegen versteckt und damit auch von Lärm geschützt, im Innern des Siedlungsgebiets. Die Architekten packten die Erweiterung in Form einer Holzkonstruktion als Aufbau auf die bestehende Turnhalle. Die gewählte Formensprache und der innenräumliche Duktus waren für Salzburg revolutionär. Den Kindern und Jugendlichen werden durch das räumliche Angebot völlig neue, und von Gruppe zu Gruppe gänzlich unterschiedliche Erlebniswelten geboten.
© Stefan Zenzmaier 
 
  Zum Bauwerk in nextroom Abbildung

19   Mehrgenerationenwohnen Rosa-Hofmannstraße

Rosa Hofmannstraße 4,6,8,10
5020 Salzburg

Architektur: Karl F. Thalmeier (2010-2013)
BauherrIn: Lebenswelt Wohnen GmbH, Ing. W. Steiner Baugesellschaft m.b.H., Salzburg Wohnbau GmbH, Genossenschaft "die Salzburg", Salzburg

Zugänglichkeit: Freiräume der Wohnanlage sind zugänglich, das Bewohnzentrum hat halböffentlichen Charakter

Erreichbarkeit: Haltestelle „Noppingergasse“ Buslinien 1, 28

Das orthogonale städtebauliche Konzept bildet ein robustes Rückgrat der Wohnanlage, die aus Geschoßwohnbauten sowie einer Reihenhauszeile an der Ostseite besteht. Die differenzierten Freiräume, dazu zählen ein zentraler befestigter Platz und ein Park, bilden ein räumlich und landschaftsgestalterisch hochwertiges Pendant zu den Hochbauten. Soziale Integration und das Zusammenleben der Generationen sind in der „Rosa Zukunft“ nicht nur Schlagwörter, sondern gelebte Realität. Ein betreutes Bewohnzentrum ist die räumliche, gemeinschaftsstifte Mitte des gesamten Wohnkomplexes. Das Projekt besticht durch seine im Geist der Moderne stehende architektonische Gestaltung und sein nicht weniger klares Bekenntnis zur Qualität der Zwischenräume.
© Gebhard Sengmüller 
 
    Abbildung

made by archtour