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01   Umspannwerk West

Kendlerstrasse 22
5020 Salzburg

Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1996-1999)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG

Auch dieser vergleichsweise kleine Funktionalbau vereint alles Können der Architekten und überrascht im Inneren als hortus conclusus.
© Thomas Jantscher 
 
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02   Cafe Cult

Hellbrunner Strasse 3
5020 Salzburg

Architektur: Elsa Prochazka (1995-1999)
BauherrIn: Kunstverein Salzburg

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Justizgebäude"
Buslinien 3,5,6,7,8,25,28

Das ehrwürdige Salzburger Künstlerhaus entschloss sich unter seiner damaligen Leiterin Hildegund Amanshauser zu einem facelifting. Von Elsa Prochazkas Gesamtkonzept blieb jedoch nur die Gestaltung des Caféinnenraums. Die davor liegende Glasterrasse zur Salzach hin wurde später von Halle 1 appliziert.
© Elsa Prochazka 
 
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03   Studentenwohnheim

Glockengasse
5020 Salzburg

Architektur: Peter Ebner, Günter Eckerstorfer (1999)
BauherrIn: Wenzl - Hartl, Österr. Studenten Förderungsstiftung

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Hofwirt"
Buslinie 4

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt erhielt die Salzburger Altstadt am Fuß des Kapuzinerbergs ein ambitioniertes zeitgenössisches Implantat. Der Zimmertrakt schwingt sich über einem offenen Erdgeschoß auf massiven Stützen, zwischen denen ursprünglich die Errichtung von Marktständen geplant war, Richtung Westen. Von der Dachterrasse kann man ungewohnte Blicke auf die Neustadt und auf die zum Greifen nahe Tierwelt am Abhang des Stadtberges und den stadteigenen Klettersteig werfen. Eine von hier aus geplante spektakuläre Treppenanlage auf den Berg blieb leider nur Vision.
© Andrew Phelps 
 
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04   Truck Terminal Lagermax

Siezenheimerstraße
5020 Salzburg

Architektur: kadawittfeldarchitektur (1997-1999)
BauherrIn: Lagermax

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Radingerstraße"
Buslinie 20

Eines der Projekte bei denen der Bauherr vom Gestaltungsbeirat zu einem Wettbewerb überzeugt werden musste. Zu zementiert war die Sicherheit – wie oft im Gewerbebau - logistisch alles ausgereizt, folglich das Optimum geplant zu haben. Dass die Architekten nicht nur städtebaulich Nachvollziehbares und optisch Spektakuläres lieferten, sondern auch funktional einen neuen und wesentlich verbesserten Betriebsablauf fanden, war für die Bauherrschaft eine große Überraschung. Sehenswert ist nicht nur die „Schau“fassade des Hochregallagers an der Siezenheimerstraße, spannende Einblicke gewinnt man auch an der Seite des Bürotrakts im Westen und in die Umschlaghalle.
foto: michael klock 
 
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05   Holzwohnbau Glantreppelweg

Irma - von - Troll - Strasse 24 - 28
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1 (1997-1999)
BauherrIn: GWS Salzburg, Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Kendlersiedlung"
Buslinie 27

Salzburg war lange Zeit resistent gegen Fortschritt im Holzbau. Durch restriktive Gesetzgebung eingeschränkt, durch technisch inadäquate Verwendung von Holz abgeschreckt, durch den Bau von „Lederhosen“ in den Tourismusgemeinden auf ein bestimmtes Image festgelegt, hatte der zeitgenössische Holzbau viele Hürden zu überwinden. Mit diesem detailliert geplanten, mehrgeschoßigen Holzwohnbau wurde, erstmals in der Stadt, ein Standard gesetzt. Die Wohnungen öffnen sich zu einem durchgehenden tiefen Wohnbalkon im Südwesten, haben aber auch kleine Wirtschaftsbalkone an der gegenüberliegenden Seite. An der Eingangsfront ist im Erdgeschoß ein allseitig verglaster Gemeinschaftsraum situiert.
© Gebhard Sengmüller 
 
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06   Wohnanlage Michael-Pacher-Straße

Michael-Pacherstraße / Marx-Reichlich-Strasse
5020 Salzburg

Architektur: Robert Wimmer (1996-1999)

Spaziergang aus der Altstadt zum Gebäude über Freisaal und Naturwissenschaftliche Fakultät

Das Objekt greift die Bebauungsstruktur des Quartiers aus den 1960er Jahren mit seinen mehrgeschoßigen, in offener Bauweise errichteten Wohnblocks auf, fügt sich also ein und lässt diese inhaltlich doch hinter sich. Der langgezogene Riegel erlaubt durch seine durchgehende Schottenstruktur größtmögliche Variabilität, sodass die durchgespannten, ost-westorientierten Zweispänner-Typen mit verschiedenen Grundrisslösungen angeboten werden. Bandfenster an der Ostseite und raumbreite, geschoßhohe Öffnungen im Westen zeichnen das konstruktive Konzept dieser Struktur nach. Die Erdgeschoßzone als kritische Schnittstelle zwischen Privatem und Öffentlichem wurde gegenüber dem Straßenniveau angehoben um mehr Intimität zu schaffen. Zum selben Zweck wurde die zugehörige Grünfläche mit Obstgarten erhöht. (IAS)
© Robert Wimmer 
 
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07   Ungebautes Salzburg: Fußgängerturm und Lift, Kapuzinerberg

Glockengasse 4
5020 Salzburg

Architektur: Peter Ebner

Erreichbarkeit: Haltestelle "Hofwirt", Buslinie 4

Schon im 19. Jahrhundert gab es Überlegungen, den Berg mit einer Seilbahn zu erschließen. Ende der 1990er-Jahre versuchte Peter Ebner hartnäckig, letztlich aber vergeblich, Investoren für einen Fußgängerturm an der Westflanke des Kapuzinerbergs zu finden. Er entwickelte gemeinsam mit einer schwedischen Spezialfirma auch einen einzigartigen, sich um die Achse des Turms drehenden Lift. Der Turm selbst sollte aus gleichartigen, übereinander gestapelten Betonfertigteilen errichtet werden, die, an der Mittelachse verbunden, um jeweils zehn Grad versetzt werden. Diese Konstruktion besitzt dieselbe statische Wirkung wie ein geschlossenes Rohr, nur eben als allseitig offene Form. Die in sich verschraubte Gestalt hat den nur wenige Jahre später vom Büro Delugan_Meissl geplanten und ebenfalls nicht realisierten Lift auf den Mönchsberg zur Erschließung des Museums der Moderne vorweggenommen. (IAS)
© Peter Ebner and Friends 
 
    Abbildung

08   Techno Z - Erweiterung

Jakob Haringer Strasse 1
5020 Salzburg

Architektur: Michael Loudon (1996-1998)
BauherrIn: Tech-Invest

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Jakob-Haringer-Straße"
Buslinie 6

Nach jahrelangem Widerstand stimmten die Verantwortlichen der Forderung des Gestaltungsbeirats nach einem Wettbewerb zu. Im Siegerprojekt reiht sich an einen Erschließungsgang ein Ensemble aus Vierkantern, deren Arbeitsräume zu den Atrien orientiert sind. Ergänzt wird es durch zwei Zeilenbauten für das Studentenheim. Die hohe städtebauliche und architektonische Qualität dieses Projekts waren der Grundstein für die von der Stadt initiierte Studie zur Science City Itzling. Ein Ergebnis war die Verlegung der Schillerstraße an den Bahndamm um ein größeres zusammenhängendes Gebiet zu erhalten, das nun, nach weiteren Projektwettbewerben, bebaut wird.
© Rupert Steiner 
 
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09   Kindergarten Aigen X

Schwanthalerstraße 102
5023 Salzburg

Architektur: maxRIEDER (1992-1998)
BauherrIn: Stadt Salzburg

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Josef-Kaut-Straße"
Buslinie 7

Besichtigung über Wohnanlage Aigen X möglich!

Hinter der konkav einschwingenden Straßenfassade öffnet sich der Kindergarten zum Grünraum, in den drei Gebäudetrakte fingerartig vordringen. Zwischen diesen Gruppenraum-Holzboxen und den beiden Bewegungsräumen – einer davon ist rotundenartig ausgebildet – vermittelt fließend die zentrale Halle. Räumliche Vielfalt verbindet sich hier mit unterschiedlichen Materialien und Oberflächenstrukturen, z. B. Lärchenholz mit Kupferdächern, Beton mit Zinkblech. Die Kinder werden so in ihrem Alltag mit bewusster Wahrnehmung und Raumerfahrung konfrontiert. (IAS)
© Andrew Phelps 
 
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10   Porsche Austria

Vogelweiderstraße 75
5020 Salzburg

Architektur: Eduard Widmann (1995-1997)

Zugänglichkeit: z.T öffentlich zugänglich
z.T. nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Gnigler Straße"
Buslinie 21

Scheinbar Unvereinbares – Bürotrakt, Verkaufsräume und Werkstätten – wurden auf diesem Grundstück miteinander kombiniert. Die Straßenkreuzung wird von einem Schaugerüst markiert, unter dem die pavillonartigen Verkaufsräume der verschiedenen Marken optisch zusammengefasst werden. Die markanten Bürotrakte sind nach hinten gerückt, der an der Vogelweiderstraße geplante wurde nicht verwirklicht, hier wird die Straße von Autoabstellplätzen begleitet. Die betriebliche Expansion findet nun, nach einem weiteren Wettbewerb zehn Jahre danach, noch eine Bautiefe weiter hinten statt.
© Andrew Phelps 
 
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11   Einkaufszentrum Europark

Europastrasse 1
5020 Salzburg

Architektur: Massimiliano Fuksas (1994-1997)
BauherrIn: SPAR

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Europark"
Buslinien 1,20,28,34

Durch anhaltende Kritik des Gestaltungsbeirates an den vorgelegten Plänen, sahen sich die Betreiber gezwungen ein Gutachterverfahren auszuloben. Fuksas gewann mit einem Konzept, das laut seinen Aussagen die Prinzipien der Salzburger Altstadt nach „indoors“ verpflanzte. In der Realisation wurde vieles wirtschaftlich optimiert, großzügige, abwechslungsreiche und natürlich belichtete Mallflächen blieben dennoch erhalten. Auch die, von einer spektakulären Freiluftrampe erschlossene Parkierungsfläche am Dach und die großzügig dimensionierte, übersichtliche und helle Tiefgarage. Die KundInnen dankten all das mit dem höchsten Quadratmeter-Umsatz weit und breit.
© Phillipe Ruault 
 
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12   Fotostudio Stefan Kaindl Hönig

Eschenbachgasse 6
5020 Salzburg

Architektur: Christian Prasser, Philip Lutz (1996-1997)
BauherrIn: Stefan Kaindl Hönig

Zugänglichkeit: zu den Geschäftsöffnungszeiten

Erreichbarkeit: Haltestelle "Hernau"
Buslinien 3, 8, 22

Am Ursprung dieses expressiven Bauwerks steht ein unscheinbares Siedlungshaus der Zwischenkriegszeit, das in den 1990er-Jahren für die Zwecke eines Fotostudios von den Architekten Lutz und Prasser mit einem fensterlosen trommelförmigen Zubau ergänzt wurde. Rund zehn Jahre später wurde der Altbestand von den Architekten Forsthuber und Scheithauer durch ein Bürogebäude ersetzt, das sich als „schwebende“ Überbauung über den zylinderförmigen Zubau mit seiner Fassade aus irisierenden Metallpaneelen stülpt. Eine erdgeschoßige Spange dient für die Erschließung beider Bauteile. Zwischen Neubau und Zylinder wurde eine Zäsur in Form einer horizontalen Fuge eingefügt. (IAS)
© Stefan Kaindl-Hönig 
 
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13   Haus Sailer

Offingerweg 11
5020 Salzburg

Architektur: Bulant & Wailzer (1996-1997)
BauherrIn: Ingrid Sailer, Franz Sailer

Zugänglichkeit: nicht möglich, da privat.

Erreichbarkeit: Haltestelle "Flurweg"
Buslinie 25
Haltestelle "Dossenweg"
Buslinie 5

Ein Einfamilienhaus im Süden von Salzburg, das von Lülja Praun für die Familie Sailer, von außen kaum wahrnehmbar, umgebaut wurde. Der Wintergartenzubau war einer der ersten reinen Glasbauten, dessen damalige konstruktive Gewagtheit auch heute noch nachvollziehbar ist.
© Bulant & Wailzer 
 
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14   Uniqua Salzburger Landesversicherung

Markus-Sittikus-Straße 6
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1 (1997)
BauherrIn: Salzburger Landesversicherung - Uniqua

Zugänglichkeit: halböffentlich

Erreichbarkeit: Haltestelle Ernest-Thun-Straße
Buslinie 27
Haltestelle Kongresshaus
Buslinie 1, 2, 3, 5, 6, 25 und 840

Kurz nach der Ausdehnung des Altstadterhaltungsgebietes auf das gründerzeitlich strukturierte Andräviertel entstand dieser Neubau. Er strafte all jene Lügen, die vermuteten, dass in dieser Zone ab dato kein modernes Bauen mehr möglich wäre. Das Gebäude gliedert sich in einen auf dünnen Stelzen ruhenden, verglasten Baukörper mit der Betriebskantine und dem darüber ansetzenden, an der Stirnseite nahezu geschlossenen, viergeschossigen Bürotrakt. Die Verbindung zum Bestandsbau ist als Übergriff (Umarmung) konzipiert, die in der um ca. 35 cm erhöhten Breite des Neubaus ersichtlich wird. Durch den Neubau wurde auch das ebenfalls von der Versicherung genutzte Gründerzeithaus auf der nördlichen Straßenseite (Markus-Sittikus-Str. 5), das man zunächst massiv erweitern wollte, in seiner Substanz gerettet. (IAS)
© Herman Seidl 
 
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15   Wohnanlage Karlbauernweg

Leonhard-Steinwender-Weg 6
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1 (1995-1997)
BauherrIn: P & B Bauträger und Projektentwicklungs GesmbH

L.-Steinwender-Weg 11, Hakenhaus (1961) von Sepp Ullrich: Eingeschoßiges Musterhaus als „kostengünstiges Eigenheim für den Arbeitnehmer“

Die zweigeschoßige winkelförmige Anlage, im programmatischen Weiß der klassischen Moderne gehalten, setzt sich aus drei Bauteilen zusammen. Durch diese Gliederung fügt sich Anlage gut in Umgebung, zumeist Einfamilienhäuser, ein, und schafft überdies den Übergang vom dörflich strukturierten Alt-Maxglan hin zur grobkörnigen Struktur des nordwestlich gelegenen Gewerbegebiets. Sämtliche Wohnungen verfügen mit ihren großzügigen Gartenanteilen und Dachterrassen über jene Qualitäten, die für ein urbanes Wohnen heute unerlässlich sind. Seit der Errichtung dieser relativ kleinen Anlage entstanden in der Umgebung (etwa nördlich der Kleßheimer Allee) Wohnblocks, welche die Maßstäblichkeit dieses Objekts, insbesondere das ausgewogene Verhältnis von Bebauungsdichte und Freiräumen, leider vermissen lassen. (IAS)
© Fritz Lorber 
 
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16   Studentenwohnheim

Röcklbrunnstrasse
5020 Salzburg

Architektur: Fritz Lorenz (1992-1996)
BauherrIn: Bausparerheim gemeinnützige Siedlungsgemeinschaft, ÖSW

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Robinigstraße"
Buslinie 2

Einfach und selbstverständlich wird das dreieckige Grundstück an den drei Seiten von Baukörpern besetzt, die untereinander verbunden sind. Blickfänge sind die roten Laubengänge mit ihren offenen Treppen, die die Gleichförmigkeit der Fassaden auflockern. Die gewählten architektonischen Mittel wirken, der Aufgabe angemessen, zeitlos modern.
© Karin Cheng 
 
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17   Bürogebäude der SAFE, jetzt Salzburg AG

Bayerhamerstraße 16
5020 Salzburg

Architektur: Wilhelm Holzbauer (1996)
BauherrIn: Salzburger Aktiengesellschaft für Energiewirtschaft

Zugänglichkeit: Rotunde und Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Bayerhamerstraße"
Buslinie 2

Als der landeseigene Energieversorger SAFE ein neues, zentrales Verwaltungsgebäude, das sämtliche im Laufe der Zeit entstandenen Standorte in sich vereinen sollte, boten Umlandgemeinden günstige Grundstücke an. Wilhelm Holzbauer rettete das Projekt für die Stadt nicht zuletzt mit dem Schachzug, einen Teil des Grundstücks als Stadtteilpark zu reservieren, sodass ohne Anrainerproteste das Vorhaben in Rekordzeit umgesetzt werden konnte. Das mächtige dreigeschoßige rund 100 mal 100 m messende Gebäude ist an der Südecke aufgebrochen. Der Vierkanter wird über die aus Glasbausteinen gefügte Rotunde erschlossen. Diese und andere sehr üppige Gestaltungselemente, wie Wasserbecken und künstlicher Wasserfall im Außenraum, stehen die überaus ökonomischen Grundrisse der Bürotrakte gegenüber. (IAS)
© Rupert Steiner 
 
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18   Wohnanlage Loig

Dr.-Matthias-Laireiter-Straße 4-10
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1 (1992-1996)
BauherrIn: GWS Salzburg

Das dörflich-landwirtschaftlich geprägte Umfeld der Wohnanlage steht in hartem Kontrast zur weiteren Umgebung mit Flughafen, Hotels und Einkaufszentren. Die drei Baukörper der Anlage, die in je zwei Häuser gegliedert sind, bilden mit Vorplatz und grünem Anger die zeitgemäße Interpretation einer dörflichen Struktur. Leitmotiv des Projekts ist die Übertragung der Qualitäten des Einfamilienhauses auf den Geschoßwohnbau. Formal zeigt sich das in der starken Gliederung der Bauteile: Terrassen, Loggien bzw. die ebenerdigen, fingerartig in den Raum ausgreifende Bauteile schaffen geschützte Freibereiche und individuelle Wohnsituationen, wie man sie im Allgmeinen nur beim Einfamilienhaus findet. (IAS)
© Gebhard Sengmüller 
 
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19   Heizkraftwerk Nord / Block I

Wasserfeldstrasse 31
5020 Salzburg

Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1992-1995)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Austraße"
Buslinie 6

Um es nicht nur von der Autobahn im Vorbeifahren gesehen zu haben, lohnt es sich, das Gebäude über die Seitenstraßen zu suchen. Einschließlich des Schiebetors ist hier alles von den Architekten bewusst und detailreich gestaltet worden. Auch der Grünraum ist Manifest des architektonischen Verständnisses und bietet mit seinen Stableuchten in den inselartigen Grasbüscheln tags und nachts den stimmigen Rahmen für die expressiven Bauteile von Turbinenhalle und Schornstein.
© Thomas Jantscher 
 
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20   Heizkraftwerk Nord / Block II

Wasserfeldstrasse 31
5020 Salzburg

Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1992-1995)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Austraße"
Buslinie 6

Die weiteren Ergänzungen zum Kesselhaus und Schornstein sind zurückhaltender gestaltet, seiner Funktion als Energiereserve gerecht werdend. Besonderes Augenmerk wurde auch in diesem Bau auf die Sozialräume und deren Farbgestaltung gelegt.
© Thomas Jantscher 
 
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21   Umspannwerk ´Salzburg Mitte´

Elisabethkai 56
5020 Salzburg

Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1989-1995)
BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "St. Julienstraße"
Buslinien 1, 2, 27

Verschieden behandelter Sichtbeton, ausgeklügelte Details und ein stimmiges Farbkonzept fassen die Räume für die Transformatoren, einen großzügig verglasten Verkaufsbereich an der Straße - inzwischen Sitz der Geschäftsstelle der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten - und die Bürotrakte in den oberen Geschoßen in eine Hülle. Selbst der Nachtdienstbereich für die MitarbeiterInnen mit seinem Dachgarten war bis ins Kleinste durchgestaltet. Seit der Fusion des stadt- mit dem landeseigenen Energieversorger wurde das Haus zu großen Teilen vermietet und achtlos in Kleinbüros unterteilt.
© Eduard Hueber 
 
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22   Bürohaus mit Produktionshalle

Eugen-Müller-Strasse 18
5020 Salzburg

Architektur: Kaschl - Mühlfellner Architekten (1992-1994)
BauherrIn: Helga Leitner, Familie Martin Leitner

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Forellenwegsiedlung"
Buslinie 4

Ein großes filigranes Raumfachwerk bildet das zusammenfassende Dach für die darunter liegende Produktionshalle im Westen und den Bürotrakt im Osten, die sich auch konstruktiv und materialmäßig voneinander unterscheiden. Die von oben belichtete „Mitarbeiterstraße“ an der mächtigen Sichtbetonmauer durchquert das Ensemble und gibt den MitarbeiterInnen der beiden unterschiedlichen Bereiche durch ihre Verbindungsfunktion die Gelegenheit zur informellen Begegnung.
© Heide Mühlfellner 
 
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23   Salzburger Blumenhof

Mehrlgutweg 29
5020 Salzburg

Architektur: Robert Wimmer (1991-1994)

Das Gebäude ist der Firmensitz eines Blumen- und Zubehörgroßhandels mit Verkaufshalle und großräumigen Lagerflächen. Die wenigen Belichtungsflächen, die gebraucht werden, sind an seiner hoch aufragenden Nordecke spektakulär zusammengefasst. Dieser Effekt und der architektonische Gegenschwung zum dahinter liegenden Untersberg kommt am besten beim Blick durch das Fenster eines startenden Flugzeugs zur Geltung.
© Robert Wimmer 
 
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24   Zentrum Herrnau

Alpenstraße 48
5020 Salzburg

Architektur: Ernst Hoffmann (1989-1994)
BauherrIn: Grundstein

Zugänglichkeit: öffentlich zugänglich

Erreichbarkeit: Haltestelle "Herrnau"
Buslinien 3,8,28

Ein multifunktionales Konglomerat mit umfassendem Angebot für das Leben an einer der Ausfallstraßen von Salzburg. Die zeilenartige Wohnbebauung im Innenhof wird durch einen straßenbegleitenden Bürotrakt, in dessen Erdgeschoß und teilweise auch Untergeschoß Geschäfte angeordnet sind, vom Lärm abgeschottet. Zur Nebenstraße im Süden öffnet sich ein großer Quartiersplatz für verschiedene Nutzungen. Das Angebot wird im Westen zur bestehenden Wohnbebauung um einen gemeinsamen kleinen Park ergänzt.
© Andrew Phelps 
 
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25   Ungebautes Salzburg: Verwaltungsgebäude der Salzburger Sparkasse

Dr.-Franz-Rehrl-Platz
5020 Salzburg

Architektur: Dominique Perrault

Erreichbarkeit: Haltestelle "Dr. Franz Rehrl Platz/UKH", Buslinien 6, 7, 10, 12, 20

Der französische Architekt Dominique Perrault überzeugte 1994 die Wettbewerbsjury mit seinem Vorschlag eines niedrigen, begehbaren „Decks“, das mit seiner Oberkante auf die Höhe der Arenbergstraße ansetzt. Der Auslober - die Salzburger Sparkasse –verlangte in einer zweiten Wettbewerbsstufe plötzlich eine deutliche Anhebung der Kubatur, worauf Perrault auf das bereits geplante Volumen, getrennt durch ein Leergeschoß, zusätzlich einen zweigeschoßigen Baukörper setzte, der über den unteren Baukörper auskragte. Die Eleganz des Projekts war damit verflogen, und Perrault selbst äußerte sich in einem späteren Interview dazu kritisch. Die Gegner sprachen von „städtebaulichem Wahnsinn“, vom „Betonmonster“ und trugen in einer von den Boulevardmedien befeuerten Diskussion das Projekt zu Grabe. (IAS)
© Bibliotheque Nationale de France / Bildrecht, Wien 
 
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26   Hauptfeuerwache

Jägermüllerstraße 3
5020 Salzburg

Architektur: Ernst Hoffmann (1993)
BauherrIn: Alpha- Sparkasse Salzburg Grundstücksverwaltungs GmbH

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle Eichetstraße
Buslinie 1 und 8

Besichtigung des Gebäudes beim Flanieren entlang der Glan

Der langgestreckte, zweigeschoßige Baukörper mit zurückgesetztem Attikageschoß und sanftem Knick in der Gebäudemitte folgt dem Verlauf des Glanbachs. Insgesamt 19 seriell angeordnete Garagentore gliedern die massive, mit Betonsteinen verkleidete Fassade der Fahrzeughalle. Auf diesem Sockelgeschoß ruhen – optisch leichter – die verglasten Funktionsbereiche. Diese werden über einen zweigeschoßigen Eingangsbereich erschlossen. Auf dem im Westen liegenden Hofbereich des dreieckigen Grundstücks findet sich noch ein Servicetrakt mit dem obligaten Schlauchturm, dem für Übungszwecke eine Hausfassade vorgeblendet ist. (IAS)
© Mischa Erben 
 
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27   Altstadtuniversität - Kapitelhäuser

Kapitelgasse 4, Kapitelgasse 5-7, Kapitelgasse 6/Kaigasse 12
5020 Salzburg

Architektur: Franz Fonatsch, Otto Prossinger, Martin Windisch, Kaschl - Mühlfellner Architekten (1993)
BauherrIn: Republik Österreich

Zugänglichkeit: öffentlich

Erreichbarkeit: Fußgängerzone Altstadt Salzburg

Besichtigen Sie in die Innenhöfe!

Einer der Kernbereiche der Altstadtuniversität sind die drei Kapitelhäuser entlang der gleichnamigen Gasse, die die städtebaulichen Intentionen Wolf Dietrichs bewahrt. Aufbauend auf den ersten Initiativprojekten (Prossinger 1978) wurden die Renaissancepalais´ über einen in sich dynamischen, fast zwei Jahrzehnte währenden Planungs- und Bauprozess für teils repräsentative Zwecke der Universität (u.a. Rektorat) adaptiert. Insgesamt haben drei Architekturbüros (Prossinger/Windisch, Kapitelgasse 4), Fonatsch (Firmian-Salm-Haus) sowie Kaschl/Mühlfellner (ehem. Domdechantei, Kaigasse 12) zur Umsetzung dieses zentralen Bausteins der Altstadtuni beigetragen. Dem kunsthistorischen Rang der Gebäude entsprechend, wurden moderne Elemente nur sehr zurückhaltend, etwa beim Zugang für den neu geschaffenen unterirdischen Hörsaal (im Hof Kapitelgasse 4) oder bei der Bibliothek im Firmian-Salm-H. eingesetzt. (IAS)
© Universität Salzburg 
 
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28   Das Blaue Haus

Reichenhallerstrasse
5020 Salzburg

Architektur: HALLE 1, Christian Seethaler (1992)
BauherrIn: Familie Myslik

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Fürstenbrunnstraße"
Buslinie 4

Wenn man heute an diesem Haus vorbeifährt, ist die Aufregung, die um seine Errichtung herrschte, nicht mehr nachvollziehbar. Es fügt sich aufgrund der gewählten Entwurfselemente Sockelbereich aus Bruchsteinmauerwerk, Lochfassade und seinen Abmessungen stimmig in die Reihe der anderen Wohnhäuser am steilen Fuß des Mönchsbergs. Neu war der offensive Umgang mit dem Berg, der durch das zentrale, auch bergseitig belichtete Stiegenhaus bis auf die Straße hinauswirkt. Weitere zeitgenössische Elemente sind der gläserne Aufzug und die Brücke vom obersten Geschoß auf die Gartenterrasse am Berghang.
© Andrew Phelps 
 
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29   Büro- und Geschäftshaus Riedenburg

Rainbergstraße 3
5020 Salzburg

Architektur: Fritz Lorenz (1987-1992)
BauherrIn: Neuwirth & Partner

Zugänglichkeit: Haltestelle: "Reichenhaller Straße"
Buslinien: 1, 4, 22

Erreichbarkeit: halböffentlich

Durch horizontale und vertikale Nutungen in quadratische Felder gegliederte Sichtbetonscheiben bilden die Stirnseiten des Baues. Die Massivität und die Farbigkeit des Materials bilden einen metaphorischen Bezug zur skarpierten, also künstlich gestalteten Wand des Rainbergs. Der westliche Gebäudetrakt ist gegenüber dem östlichen Schenkel vom Straßenraum leicht abgesetzt. Durch diesen minimalen Gestus ergibt sich ein geschützter Vorplatz, von dem man unmittelbar die großzügige Halle im Zentrum des Bürohauses betritt. Durch die gläserne Rückwand hindurch ergibt sich ein beeindruckender Blick auf die Felswand. Das Bürogebäude bildet mit der 1991 in einer bestehenden Felskaverne errichteten Probebühne des Salzburger Landestheaters eine räumliche Einheit. Ein ursprünglich geplanter Bauteil an der Ostseite des Grundstücks wurde nie realisiert.(IAS)
© Angelo Kaunat 
 
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30   Ungebautes Salzburg: Kongresshaus

Auerspergstraße 6
5020 Salzburg

Architektur: Juan Navarro Baldeweg

Erreichbarkeit: Haltestelle "Kongresshaus", Buslinien 1, 2, 3, 5, 6, 14, 25

Im Jahr 1992 erklärte die Jury (Vorsitz: Hans Hollein) den „Stern mit glänzender Haut aus Metall“ von Juan Navarro Baldeweg zum unangefochtenen Sieger des Kongresshaus-Wettbewerbes. In der Folge kam es zu einer undurchsichtigen Diskussion um Kosten und Interessen, bei der das angeblich günstigere und funktionalere Projekt von Friedrich Brandstätter aus der Schublade gezogen wurde. Nach einer Kampfabstimmung im Gemeinderat kam es zur Umsetzung dieses Projekts, das im Jahr 2001 mit knapp 600 Mio. ÖS (€ 43,6 Mio.), andere Quellen sprechen sogar von 700 Mio. ÖS (€ 50,9 Mio.), abgerechnet wurde. Der große Wurf, darin ist sich die Architekturkritik einig, ist es nicht geworden und um dieses Geld hätte man wohl auch das Baldeweg-Projekt bauen können. (IAS)
© Juan Navarro Baldeweg 
 
    Abbildung

31   Wüstenrot Versicherungs-Center

Alpenstraße 61
5020 Salzburg

Architektur: Josef Lackner (1991)
BauherrIn: Wüstenrot Versicherungs-AG

Zugänglichkeit: Nur Außenraum

Erreichbarkeit: Haltestelle "Herrnau"
Buslinie 3, 8

Lackner entwickelt die Struktur des Verwaltungsgebäudes mit den Werkzeugen einer elementaren Geometrie: der segmentbogenförmige Bürotrakt, die Linie der gläsernen Lärmschutzwand und der zylindrische, über eine Brücke mit dem Haupthaus verbundene Annex leben von der Symbolik der reinen Formen. Lackner hat mit diesem Bau ein Bürogebäude als Arbeitsplatz der Zukunft verwirklicht, und hat – vielleicht als erster überhaupt – die Idee des Raumplans im Verwaltungsbau angewendet. Während die Mittelzone mit Erschließung und Nebenräumen eingeschossig ausgeführt sind, erlauben die zweigeschossigen Büros, ein großzügiges Arbeitsambiente und überdies vorzügliche Belüftung und eine blendfreie Belichtung. (IAS)
© Jana Breuste 
 
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32   Wohnanlage Rauchgründe

Zaunergasse 7-45
5020 Salzburg

Architektur: Schmidsberger & Knall (1989-1991)
BauherrIn: Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "Salzburg"

Zugänglichkeit: halböffentlich

Erreichbarkeit: Zugang von Osten:
Haltestelle Aiglhof S-Bahn
Buslinie 4
Haltestelle Aiglhof/LKH
Buslinie 2, 4, 20 und 28
Haltestelle Körblleitengasse
Buslinie 1
Haltestelle Aiglhof dann 5min Fußweg
S-Bahn Linie S3

Zugang von Süden:
Haltstelle Hans-Schmid-Platz
Buslinie 1, 2, 20, 28

Das Siegerprojekt eines öffentlichen Wettbewerbes aus dem Jahr 1988 bietet Raum für 175 geförderte Wohnungen in zwei unterschiedlichen Bebauungsstrukturen. Das südlich gelegene Ensemble schließt auch ein Tageszentrum mit Sozialstation, Gemeinschafts- und Therapieräumen ein. Die im nördlichen Teil des Areals gelegene viergeschoßige Bebauungsstruktur zieht sich in einer Kurve entlang des Bahndamms und öffnet sich zum landschaftlich bemerkenswerten Grünraum mit dem mäandrierenden Mühlbach in Richtung Süden. Durch Integration dieser vorhandenen Freiraumqualität erhielt die Anlage einen gartenstadtartigen Charakter. Der Schallschutz zur Bahn spiegelt sich im Querschnitt und den vorgelagerten Garagen, deren begehbare Dächer als begrünte Freiräume und zur Erschließung des Hauptgebäudes dienen, wider. (IAS)
© Peter Knall 
 
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33   Wohnanlage Seitenbachweg

Seitenbachweg
5023 Salzburg

Architektur: Doris Thut, Ralph Thut (1990)
BauherrIn: Salzburger Siedlungswerk

Zugänglichkeit: nur Außenraum

Erreichbarkeit: Endhaltestelle Langwied
Buslinie 4
Haltestelle Siedlerstraße
Buslinie 10

Für Doris und Ralph Thut sind weder die materiellen Werte der Baustruktur, noch deren ästhetische Gestaltung qualitätsbildend, sondern der „Grad an räumlicher Organisation“. Die Kammstruktur der Wohnanlage bietet halböffentliche und öffentliche Bereiche und sichert dennoch die Privatsphäre in den 77 geförderten Einheiten. So finden sich am zur Straße orientierten, überdachten Vorplatz Gemeinschaftseinrichtungen wie Waschraum und Fahrradständer. Über Stiegen an einer gemeinschaftlichen Terrasse vorbei erschließen breite, teilweise als Balkon genutzte Laubengänge die drei Wohnzeilen mit Maisonetten mit geräumigen Dachterrassen. Die Wohnhöfe werden durch eine Wegachse verbunden, während sich attraktive Freiräume und ein Spielplatz zum angrenzenden Grüngürtel öffnen. (IAS)
© Fritz Lorber 
 
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34   Wohnanlage Forellenweg

Forellenweg
Salzburg

Architektur: Aldo Rossi, Oswald Mathias Ungers, Adolf Krischanitz (1990)

Zugänglichkeit: Außen und Grünraum

Erreichbarkeit: Endstation "Forellenwegsiedlung"
Buslinie 4

Die Siedlung für rund 1000 Menschen markiert den Beginn der so genannten „Architekturreform“. Bevor sie national und international als Modellprojekt ausgezeichnet wurde, hatten sie Lokalpolitik und Wohnbaugenossenschaften vehement bekämpft. Der Kölner Architekt Oswald Matthias Ungers wollte auf dem peripheren Bauplatz mit Gassen, Plätzen, Höfen und Torsituation die Raumformen der Salzburger Altstadt zeitgemäß interpretierten. Ungers modifizierte sein Siegerprojekt zum Masterplan und teilte sich mit den anderen sieben Gutachtern die Planung für insgesamt 304 Wohnungen. Das beschränkte Einzugsgebiet ermöglichte nur Nahversorger wie Bäckerei, Trafik und Friseur am „Stadtplatz“. Dort eröffnete 1989 auch Salzburgs erstes Bewohnerservice, das kulturelle und soziale Aktivitäten unterstützte, und u.a. auch zum hohen Identitätswert des unverwechselbaren Ensembles mit seinen beachtlichen freiräumlichen Qualitäten beiträgt. (IAS)
© Fritz Lorber 
 
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